Mackinlay’s Shackleton - ein Whisky mit eisiger Vorgeschichte

Mittlerweile kam die dritte Replik des legendären Rare Old heraus

Als Ernest Shackleton 1907 zur Nimrod-Expedition in die Antarktis aufbrach und den Proviant um einige Kisten Whisky der Marke „Mackinlay’s Rare Old“ ergänzte, ahnte er sicher nicht, was er damit auslösen würde: Bereits dreimal hat die berühmte „Nase“ Richard Paterson in den letzten Jahren einen Blended Malt Whisky kreiert, der genau diesem Whisky von damals aromatisch nachempfunden ist. Zwei davon finden Sie derzeit im Whisky.de - Onlineshop: Da ist zum einen der Mackinlay’s Rare Old The Journey und ganz neu Mackinlay’s Shackleton.

Der Shackleton Whisky schlummerte im ewigen Eis

Von 1907 bis 1909 dauerte die nach dem Schiff benannte Nimrod-Expedition, deren Ziel das Erreichen des Südpols war. Shackleton und sein Team erreichten zwar den antarktischen magnetischen Pol, bestiegen als erste den höchsten Vulkan der Ross-Insel, den Mount Erebus, und konnten zahlreiche andere wissenschaftliche Untersuchungen durchführen. Doch zum geografischen Nordpol fehlten ihnen rund 180 Kilometer, als sie mangels Proviants und genügend Ausrüstung den Rückzug antreten mussten. In der verlassenen Schutzhütte am Cape Royd blieben einige nicht mehr benötigte Ausrüstungsgegenstände zurück - unter anderem einige Flaschen des Mackinlay Whiskys. Sie ruhten im ewigen Eis, bis sie 2007 entdeckt und 11 davon unbeschadet geborgen wurden. Der Markeninhaber Whyte & Mackay beauftragte ein Labor damit, die ursprüngliche Zusammensetzung des Whiskys herauszufinden. Anhand der Ergebnisse machte sich Whiskyexperte Richard Paterson daran, den Mackinley Rare Old „nachzubauen“.

Ein Zeuge vergangener Whisky-Zeiten

Der Original Shackleton Whisky war ein Single Malt aus der Brennerei Glen Mhor, gereift in Ex-Sherry-Fässern. Die Brennerei ist seit mehr als 30 Jahren geschlossen und nur wenige Fässer mit ihrem Whisky sind erhalten geblieben. Zudem unterscheidet sich dieser Whisky im Charakter von dem zu Shackletons Zeit hergestellten Whisky. Paterson verließ sich also auf seine Nase und blendete die neue Edition aus Glen Mhor, Dalmore, Longmorn, Benrich, Glenfarclas, Mannochmore, Tamnavulin, Glenrothes, Balblair, Pulteney und Jura Whiskys. Nach der Vermählung in Ex-Sherry-Fässern wurde der Mackinlay's Rare Old The Discovery abgefüllt - 50.000 Flaschen umfasste die limitierte Ausgabe. Jeweils 5 Pfund pro verkaufter Flasche gingen als Spende an den Antarctic Heritage Trust.

Mackinlay's The Journey und Mackinlay's Shackleton

Vom Erfolg der ersten Abfüllung begeistert und aus Anlass der Reise von Tim Jarvis, der die legendäre Shackleton-Expedition 2013 nachvollzog, gab Whyte & Mackay eine weitere Auflage des Whiskys in Auftrag. Paterson blendete wiederum nach dem aromatischen Vorbild, in Anlehnung an sein erstes Rezept, und heraus kamen 100.000 Flaschen des Mackinlay’s Rare Old The Journey. Diesmal sind es also 250.000 Pfund, die an die wohltätige Vereinigung gehen.

Die Whisky-Reise ist noch nicht zu Ende, denn aktuell kam Mackinlay’s Shackleton Blended Malt heraus. Wiederum eine aromatische Hommage an den ursprünglichen Mackinlay’s Rare Old, aber nicht so limitiert wie die beiden ersten Repliken und preislich günstiger. Dass dafür noch Glen Mhor Whisky verwendet wurde, ist wohl äußerst unwahrscheinlich.