Spirit of Yorkshire Brennerei: Vom Feld bis ins Glas

Die Whiskyproduktion läuft bereits

Die Spirit of Yorkshire Brennerei hat mit der Produktion von Whisky ein ganz neues Kapitel in der Geschichte der nordenglischen Grafschaft aufgeschlagen. Dass es bisher hier noch keine Whiskydestillerie gab ist eigentlich verwunderlich: Die Region der Yorkshire Wolds, in der die Brennerei ansässig ist, ist bekannt als Zentrum des sehr umfangreichen Gerstenanbaus. So gibt es denn auch zahlreiche Brauereien in Yorkshire.

Getreide und Wasser von der eigenen Farm

Auch Tom Mellor ist Besitzer einer Brauerei. Er betreibt in der Nähe von Hunmanby die sehr erfolgreiche Wold Top Brewery, angesiedelt auf seiner eigenen Farm. Auf über 140 Hektar baut er hier eigenes Getreide an und verfügt auch über eine eigene Wasserquelle. So war der Schritt zu einer Whiskybrennerei dann gar nicht mehr so weit. Zusammen mit seinem Partner David Thompson machte Mellor diesen Traum war und begann vor 10 Monaten in der Spirit of Yorkshire Brennerei Whisky zu produzieren.

Spirit of Yorkshire Brennerei eröffnet Besucherzentrum

Die Spirit of Yorkshire Destillerie ist nur knapp 5 Kilometer von Mellors Farm entfernt, unweit der Küste übrigens, was den Basstölpel im Emblem der Brennerei erklärt. Entworfen und gebaut wurde sie mit der beratenden Mitarbeit des mittlerweile verstorbenen Whiskyexperten Dr. Jim Swan. Rund vier Jahre dauerte es, bis die Brennerei endlich den Betrieb aufnehmen konnte und am kommenden Ostermontag soll nun auch der Startschuss für Besuchertouren und die Eröffnung des Besucherzentrums und eines kleinen Cafés erfolgen.

Fokus zunächst auf Ex-Bourbon Fässern

Mit bis zu 15.000 Besuchern im ersten Jahr rechnet man bei der Spirit of Yorkshire Distillery. Bis sie nach der Besichtigungstour allerdings den ersten Yorkshire Whisky probieren können, dauert es noch etliche Jahre. Der ruht erst einmal in den Fässern. Überwiegend wird in Ex-Bourbon Fässern gelagert, aus denen der Standard Spirit of Yorkshire Single Malt Whisky entstehen soll. Später dann soll Whisky aus anderen Fasstypen wie Sherry- und Rotweinfässern das Portfolio erweitern.