SWA erwartet 20%igen Rückgang der Single Malt Exporte in die USA

Nach Ansicht der Scotch Whisky Association schaden die in Kraft getretenen Strafzölle der Whiskyindustrie erheblich

 

Seit dem 18. Oktober 2019 werden auf Importe diverser Produkte aus der EU in die USA zusätzliche Zölle in Höhe von 25 Prozent fällig. Neben Lebensmitteln wie Käse, Olivenöl, Fisch, Meeresfrüchten sind auch Wein und diverse Spirituosen wie Single Malt Whisky betroffen.

Karen Betts, CEO der Scotch Whisky Association, äußerte sich in einer aktuellen Mitteilung sehr besorgt über diese Handelserschwernisse und prognostiziert schwere wirtschaftliche Folgen für die schottische Whiskyindustrie. Man rechne im Laufe der nächsten 12 Monate mit einem Rückgang der Exporte von schottischem Single Malt um 20%, der durch die Verteuerung im Wettbewerb auf dem US-Markt deutlich schlechter abschneiden werde. Vor allem kleineren Produzenten dürfte das schwer zu schaffen machen und es seien viele Jobs in der Whiskyindustrie selbst, aber bei zuliefernden Farmern und anderen mit der Alkoholindustrie verbundenen Bereichen gefährdet.

Die USA sind ein wichtiger und stark expandierender Markt für schottischen Whisky, dessen Exporte dorthin eine Wertsteigerung von 280 Millionen Pfund im Jahr 1994 auf 1 Milliarde Pfund im vergangenen Jahr verzeichnen. 33% des dorthin exportierten Scotchs war 2018 Single Malt Whisky.

Der Schaden für den schottischen Whisky dürfte durch diese jetzt in Kraft getretenen Strafzölle ähnlich heftig sein wie die, mit denen die amerikanische Whiskeyindustrie durch die 25%igen Strafzölle der EU im Juli 2018 konfrontiert wurden, meint Karen Betts. Gemeinsam mit amerikanischen Whiskeyproduzenten fordert die SWA seit vielen Monaten eine Abkehr von dieser schädigenden „Wie-du-mir-so-ich-dir“-Handelspolitik.

Quelle: Scotch Whisky Association