Ungeplant zum besonderen Ergebnis: Ardbeg Fermutation 13 Jahre

Die Islay-Brennerei stellt die neue Committee-Abfüllung vor

 

Ardbeg kündigt als Committee Release einen neuen 13-jährigen Single Malt an, der aus der Not heraus geboren wurde, wie die aktuelle Pressemitteilung erklärt: Ardbeg Fermutation.

Als die Whiskyproduktion im November 2007 wegen eines defekten Boilers stockte, reifte die Würze in den Gärbehältern wesentlich länger als üblich. Und wenn man schon experimentieren muss, dann auch richtig, meinte Dr. Bill Lumsden, Ardbegs Director of Distilling and Whisky Creation, und ließ noch die Deckel der Washbacks öffnen. So erstreckte sich die Gärung statt der üblichen 72 Stunden nicht nur 3 Wochen, neben der Hefe kamen dabei nun auch wilde Bakterien aus der Luft zum Einsatz.

Nach 13-jähriger Lagerung in Ex-Bourbonfässern wurde der Ardbeg Fermutation nun mit einer Alkoholstärke von 49,4% vol abgefüllt und kommt als Committee-Abüllung heraus. Als solche wird er am 8. Februar 2022 im Ardbeg-Committee-Shop für die Mitglieder erhältlich sein. Wie stark die Limitierung ist, wurde ebenso wenig bekannt gegeben wie der genaue Preis. Auf der britischen Internetseite von Ardbeg ist von „around €180 or equivalent locally“ die Rede.

Die offiziellen Tastingnotes für den Ardbeg Fermutation 13 Jahre

Farbe: Strohgelb

An der Nase: Frisch, floral, kräuterartig und kräftig. Anklänge an gemischte Kräuter und Zedernholz. Sehr spritzig, lebendig, mit Noten geräucherter Orange und Grapefruit, viel Menthol und Pfefferminze. Mit etwas Wasser kräftige Wogen von Dieselöl, Teer, frischgestrichener Farbe und Anis. Im Nachklang frischgemähtes Heu mit einem winzigen Hauch von etwas Pikantem, wie Hefeextrakt oder Brotteig.

Am Gaumen: Eine lebendige, vibrierende, „spritzige“ Textur, die in sehr kräftige, ausgeprägte Aromen mündet – malzige Kekstöne, kräftiger Anis, Kardamom, antiseptische Lutschtabletten, süßes Minz-Toffee und Zigarrenasche.

Nachhall: Ein anhaltender, salziger, kräftiger Nachhall von Minze, Teer, Eichengerbstoff & Leder.

 

Bild: Moet Hennessy