The Whisky Blog

E-Mail-Bestätigungen

Wir erhalten immer mehr E-Mails, bei denen sich Kunden aber auch SPAMmer unseren Erhalt der E-Mail bestätigen lassen wollen. Unser E-Mail-Server verhindert sicher den Versand dieser Bestätigungen. Denn Niemanden geht es etwas an, wann und wie wir unsere E-Mails lesen.


Dem Kunden oder Interessenten macht das Fehlen der Bestätigung nichts aus, da er ja anstelle dieser Bestätigung eine Antwort von uns erhält. Der SPAMmer dagegen soll keine Bestätigung erhalten, denn er wüsste dann ja, dass seine E-Mail tatsächlich angekommen ist.


Großfirmen leiden stark unter diesen Bestätigungs-E-Mails. Sehr schnell sind 10 Personen in den Verteiler aufgenommen und das Häkchen 'Bestätigung' gesetzt. Als Resultat hat man mit einem Klick gleich 20 E-Mails losgetreten.


Den ersten Fall dieser extremen Vervielfachung an E-Mails habe ich 1988 mitbekommen. Auf dem Parkplatz eines aufstrebenden amerikanischen Computer-Herstellers wurde das Auto einer Mitarbeiterin beschädigt – mit Fahrerflucht.


Die erboste Mitarbeiterin fragte per E-Mail ihre Kollegen, ob Zeugen vor dem Gebäude 4 vorhanden wären. Als Empfänger gab sie einfach einen * ein. Das E-Mail-System war dumm und fleißig und verschickte diese E-Mail an alle 1.500 damals gespeicherten E-Mail-Adressen. Auch ich war darunter. Leider konnte ich zur Aufklärung des Parkunfalls im kalifornischen Silicon Valley aus Deutschland nichts beitragen. icon_cry.gif


Den zweiten Fall einer extremen Vervielfältigung habe ich dann 1995 belustigt zur Kenntnis genommen. Ein Unternehmen der Automobilzulieferindustrie hatte damals bereits 2.500 Mitarbeiter mit E-Mail-Adressen. Ein fleißiger Mitarbeiter der Personalabteilung wollte den Englisch-Kenntnisstand der Mitarbeiter abfragen, um Schulungen planen zu können.


Er hängte an die E-Mail ein kleines Englisch-Testprogramm von einer Diskette an. Was er nicht merkte war die Größe dieses Programms. 1,4 MB! Das mit 2.500 Empfängern multipliziert knallte die damals noch recht kleinen Festplatten dermaßen mit 3,5GB an zusätzlichen Daten voll, dass das ganze System fast zum Erliegen kam. Schlimm war es für die damals per Modem entfernt angebundenen Mitarbeiter. Jeder brauchte gut 10 Minuten, um diese blöde Datei vom Server herunter zu laden.