Whisky in Ruby-Port-Fässern

1. Ursprung

Ruby Port ist der am weitesten verbreitete Portwein auf dem Markt. Sein Ursprung ist unbekannt, aber es handelt sich hierbei um sehr junge, jugendliche Massenabfüllungen.

Ferreira Ruby Port
Ferreira Ruby Port

2. Produktion und Nachbehandlung

Ruby Port wird ähnlich wie normaler Portwein hergestellt. Der Hauptunterschied liegt im Reifeprozess. Ruby Port wird meist in luftdichten Tanks gelagert, um die oxidative Reifung des Weins zu verhindern. Dadurch behält der Wein seine Jugend und seinen frisch-fruchtigen Charakter.

Die meisten Ruby Ports sind eine Mischung aus mehreren jungen Weinen. Aufgrund weiterer Nachbehandlungsverfahren wie Kühlfiltrierung und Pasteurisierung können die Weine in der Flasche nicht mehr weiter reifen.

Rohwein ohne Filterung

3. Auswirkung auf den Geschmack

Ruby Port ist nach Definition sehr fruchtig mit Aromen von dunklen Früchten und Beeren. Wegen der fehlenden oxidativen Reifung könnte man annehmen, dass diese Aromen in Whiskys mit Ruby-Port-Finish sehr direkt und präsent sind. Doch dem ist nicht so. Die Ruby Ports, die keine oxidative Reifung durchlaufen, werden in Stahltanks gelagert. Das heißt, es ist gar kein Fass im Spiel und unser geliebter Whisky kann gar nicht darin gereift sein. Nur sehr wenige Ruby Ports reifen noch in Eichenfässern heran. Der geschmackliche Effekt solcher Fässer auf den Whisky ist deshalb der eines normalen Portweins mit kurzer Reifedauer.

4. Auswirkung auf die Farbe

Die Farbe eines Ruby Ports ist rot wie bei einem normalen Wein, da die vergleichsweise kurze Reifedauer zu einer blasseren Farbe führt.

5. Whisky Beispiele

Aufgrund der Tatsache, dass der meiste Ruby Port in Stahltanks reift, bleiben nicht viele Fässer für die Whisky-Industrie übrig.

Bushmills Steamship Port Cask
Bushmills Steamship Port Cask
(1)
0,7 Liter 40 % vol
64,90 EUR
Jura Turas-Mara
Jura Turas-Mara
(83)
1 Liter 42 % vol
39,90 EUR
Elsburn Cosy Winter V /2019
Elsburn Cosy Winter V /2019
(2)
0,7 Liter 52,2 % vol
79,90 EUR