Whisky in Amarone Fässern

1. Ursprung

Amarone ist ein italienischer Rotwein aus dem Valpolicella in der Region Venetien. Er ist mit der kontrollierten Ursprungsbezeichung DOCG ausgezeichnet, der höchsten Stufe der möglichen Güteauszeichnungen, und zählt zu den besten Weinen Italiens.

2. Produktion und Nachbehandlung

Die Vorschriften für die Herstellung des Amarone sind sehr strikt. Es beginnt bereits bei der Auswahl der Trauben: 40-95% müssen Corvina-Trauben sein (bis zu 50% dürfen durch Corvinone ersetzt werden), 5-30% Rondinella. 0-15% dürfen andere in Verona zugelassene Rebsorten sein, 0-10% andere dort entstandene heimische Rebsorten. Die große Besonderheit beim Amarone Wein liegt jedoch bei der Herstellung: Vor dem Pressen der Trauben werden sie zwischen zwei und vier Monaten bei Belüftung getrocknet, so dass ihr Feuchtigkeitsgehalt zurückgeht und die Konzentration der enthaltenen Aromen sowie des Zuckers steigt. „Rosinierung“ heißt dieser Prozess, der dazu führt, dass der Wein nach der Vergärung einen sehr hohen Alkoholgehalt von bis zu 17% hat. 

3. Auswirkung auf den Geschmack

Der Amarone de Valpolicella ist ein sehr schwerer, aromenreicher Wein mit hohem Tanningehalt, der manchmal leicht bittere Noten aufweist. Daher kommt auch sein Name: 'Amaro' ist das italienische Wort für bitter. Für hochwertige Amarone-Weine werden neue, nicht vorbelegte Fässer verwendet, die diesen leicht bitteren Charakter des Weins noch unterstreichen.

4. Auswirkung auf die Farbe

Ein tiefes Dunkelrot prägt den Amarone, der mindestens zwei Jahre im Fass reift, oft auch deutlich länger. 

5. Whisky-Beispiele

Zu den wenigen bekannten Whiskys mit Amarone Finish gehört der Arran Amarone Cask Finish mit seinen Aromen von Schokolade, Kirschen, Pflaumen, Karamel und deutlichen Eichennoten. Im Bereich des deutschen Whiskys hat die Brennerei Feller mit ihrem Amarone Cask von sich Reden gemacht.