Talisker: Wirklich nur was für Fortgeschrittene?

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  • Schelmi User Schelmi Dabei seit: 11.12.2015Beiträge: 45Bewertungen: 0
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    Mhmm, also Talisker ist m.M.n. nicht nur für Fortgeschrittene geeignet. Da gibt es ganz andere Kaliber.

    Die größte Herausforderung - wenn man es denn so nennen möchte - ist dieser stark pfeffrige Abgang. Den mag man oder eben nicht. Völlig egal ob man "Anfänger" oder "Fortgeschrittener" ist.

    Ich finde die pfeffrige Note super. Hat mich beim ersten Mal aber dermaßen überrumpelt. :eek: Ich konnte förmlich spüren, wie der Tropfen den Hals entlang durch die Speiseröhre floss und schließlich im Magen ankam. Ein herrliches, wohlig wärmendes Gefühl. :biggrin:

    Dem Talisker 10 gebe ich übrigens jederzeit den Vorzug gegenüber der DE. Der ist einfach rauer, hat mehr Ecken und Kanten.
    Oldie61omnibrain2 gefällt das
  • Oldie61 User Oldie61 Dabei seit: 28.01.2014Beiträge: 5,624Bewertungen: 1
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    "Schelmi" schrieb:
    Mhmm, also Talisker ist m.M.n. nicht nur für Fortgeschrittene geeignet. Da gibt es ganz andere Kaliber.

    Die größte Herausforderung - wenn man es denn so nennen möchte - ist dieser stark pfeffrige Abgang. Den mag man oder eben nicht. Völlig egal ob man "Anfänger" oder "Fortgeschrittener" ist.

    Ich finde die pfeffrige Note super. Hat mich beim ersten Mal aber dermaßen überrumpelt. :eek: Ich konnte förmlich spüren, wie der Tropfen den Hals entlang durch die Speiseröhre floss und schließlich im Magen ankam. Ein herrliches, wohlig wärmendes Gefühl. :biggrin:

    Dem Talisker 10 gebe ich übrigens jederzeit den Vorzug gegenüber der DE. Der ist einfach rauer, hat mehr Ecken und Kanten.


    Schöner Beitrag Schelmi.

    Ich finde, es gibt generell keinen Whisky für Anfänger oder Fortgeschrittene.
    Entweder der Brennerei-Charkter sagt einem zu oder nicht.
    Wenn nicht, dann UA probieren! Ok, das war "Naga-Sadowisch" :cool:

    Oldie61
    Old School




    MacRunrigUnbekannt2 gefällt das
  • WithKeys User WithKeys Dabei seit: 28.03.2013Beiträge: 2,238Bewertungen: 3
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    "Oldie61" schrieb:
    Entweder der Brennerei-Charkter sagt einem zu oder nicht.


    Ich zweifle an der Existenz eines "Brennereicharakters", seit ich mal einen Bruichladdich probiert habe, der mir geschmeckt hat.

    Süßer SoftieAntichrist und Bösewicht. Nichtfeder aus Überzeugung. WDE++: Das Forenhelferlein.

    Edradour selbstgemacht: Ein Stück Seife, eine Schüssel Brombeerschnaps und etwas Geduld.

    Team Auf-Peng-Weg!

    Man sollte immer eine Flasche Whiskey dabeihaben - für den Fall eines Schlangenbisses.
    Außerdem sollte man immer eine kleine Schlange dabeihaben.

    (W. C. Fields)

  • Fetterkern User Dabei seit: 08.07.2015Beiträge: 268Flaschensammlung:Fetterkerns SammlungBewertungen: 3
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    Guten Morgen,

    es gibt nicht so einfach "Anfänger" und "Fortgeschrittene". Denn keiner ist ein unbeschriebenes Blatt, jeder Whisky-Anfänger ist hat bereits Erfahrung mit Essen und Trinken und hierbei Vorlieben entwickelt.

    Es gibt solche, die den subtilen Eigengeschmack ihres Gemüses schätzen, und solche die konzentrierte Aromen mögen. Auch die Ernährungsirrtümer dürften sich im Whisky fortsetzen. Wer seine Nudelsoße mit einem großen Esslöffel Zucker zubereitet oder vom Kantinenkoch zubereiten lässt und Alkohol nur als Mischung mit Limonade trinkt, der wird anders für Whisky ansprechbar sein, als jemand, der nach Omas Rezeptbuch kocht und dazu knochentrockenen Wein trinkt.

    Ich als Anfänger habe Whisky von den eindeutigen und ausgeprägten Geschmäckern lieben gelernt. Ardbeg 10, Talisker 10, Lagavulin 16, Bourbon. Für weniger eindeutige Geschmacksbilder bin ich erst empfänglich, seit ich die "Grundzutaten" ein wenig kenne. Anfäger bin ich immer noch. Mal abwarten, wo mich die Reise hinführt.

    Herzliche Grüße, Fetterkern
    crisdeanThinLizzy2 gefällt das
  • LDB User LDB Dabei seit: 22.08.2015Beiträge: 4,641Bewertungen: 28
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    "Fetterkern" schrieb:
    Ich als Anfänger habe Whisky von den eindeutigen und ausgeprägten Geschmäckern lieben gelernt. Ardbeg 10, Talisker 10, Lagavulin 16, Bourbon.
    Good morning, Fettercairn :wink:
    Das ist ja eine gute Mischung, obwohl Bourbon ja schon wirklich hardcore ist :razz:
  • Unbekannt Dabei seit: -Bewertungen:
    , letzte Änderung 13. Dezember 2015 um 17:09
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    Ist irgend ein Whisk(e)y nur für Fortgeschrittene geeignet? Wann ist man denn ein Fortgeschrittener? Grundsätzlich gibt es für mich keine Kategorien wie "Anfänger" oder "Fortgeschrittener" im Bereich Genuss. Der eigene Geschmack ist entscheidend, nicht das was durch solche Kategorisierung vorgegeben wird. Und der verändert sich immer wieder.
    Ich bin jetzt nach über einem jahr intensivem Verkostens immer noch an dem Punkt, das auch ein junger runder Whisky lecker sein kann, aber auch ein alter Whisky und Whisky mit Ecken und Kanten.
    Also frag ich mich doch ernsthaft, wer denn behauptet, das Talisker nix für Whiskyneulinge sein soll. Mag sein, das man am Anfang vielleicht mit einem sehr komplexen Whisky überfordert ist, da man ihn geschmacklich einfach nicht erfassen kann. Aber nichts desto trotz ist es doch okay, wenn man ihn dann nur als "lecker" befindet. Das ist die Basis unseres Geschmacks und das Zerpflücken können eines Whiskys ist für mich nur nettes Beiwerk.
    Also einfach keinen Kopf machen, ob jetzt ein Talisker kein Anfängerwhisky ist oder nicht. Wenn lecker, dann kaufen:exclaim::wink:
    Tobi1983 gefällt das
  • Gloin User Gloin Dabei seit: 04.01.2012Beiträge: 5,814Bewertungen: 20
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    "Magge" schrieb:
    Ist irgend ein Whisk(e)y nur für Fortgeschrittene geeignet? Wann ist man denn ein Fortgeschrittener? Grundsätzlich gibt es für mich keine Kategorien wie "Anfänger" oder "Fortgeschrittener" im Bereich Genuss. Der eigene Geschmack ist entscheidend, nicht das was durch solche Kategorisierung vorgegeben wird. Und der verändert sich immer wieder.

    ...

    Mag sein, das man am Anfang vielleicht mit einem sehr komplexen Whisky überfordert ist, da man ihn geschmacklich einfach nicht erfassen kann. Aber nichts desto trotz ist es doch okay, wenn man ihn dann nur als "lecker" befindet. Das ist die Basis unseres Geschmacks und das Zerpflücken können eines Whiskys ist für mich nur nettes Beiwerk.

    ...


    Das sehe ich anders. Ich habe Whiskys getrunken, die ich zehn Jahre zuvor nicht zu würdigen gewusst hätte. Mancher Whisky benötigt einfach eine gewisse Erfahrung oder ein herausragendes sensorisches Talent.

    Das hat nicht immer etwas mit Alter und Preis zu tun, aber häufig (leider) schon. Sind es nicht gerade die besonderen Whiskys, die nicht nur "lecker" sind, sondern die uns eine Geschichte erzählen, uns mit ihren Geschmacksassoziationen in eine bestimmte Stimmung versetzen, mit uns "reden", diejenigen, die den wahren Genuss ausmachen?

    Und da kann ich nur sagen: zuhören will gelernt sein. Und man lernt nie aus.
    ASWhiskyjens08152 gefällt das
  • Gloin User Gloin Dabei seit: 04.01.2012Beiträge: 5,814Bewertungen: 20
    , letzte Änderung 13. Dezember 2015 um 17:36
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    Inwiefern und welcher Talisker zu diesen besonderen Whiskys gehört, kann ich nicht beurteilen. Ich bin keine Talisker Referenz. So viele hatte ich noch nicht und ein wirklich herausragender war noch nicht dabei.

    Vielleicht höre ich auch nicht richtig zu :wink:

    Den 10er und die Destillers Edition trinke ich gerne, aber die dürften auch niemanden überfordern.

    .
  • Unbekannt Dabei seit: -Bewertungen:
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    Wieso Gloin? Basis ist doch, das uns der Whisky schmeckt. Alles andere ergibt sich mit der Zeit oder auch nicht. Klar weiß man Anfangs einen komplexen Whisky eventuell nicht entsprechend zu würdigen. Wenn er aber dann trotzdem schmeckt ist es doch okay. Nur das wollte ich damit sagen:wink:
    Tobi1983 gefällt das
  • Gloin User Gloin Dabei seit: 04.01.2012Beiträge: 5,814Bewertungen: 20
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    Folgende Situation stelle ich mir vor:

    Ein Bekannter hat den Whisky neu für sich entdeckt. Er ist bei mir zu Besuch und ich biete ihm an, sich einen Whisky aus meiner Bar auszusuchen. Er wählt einen Littlemill 26y Single Cask (WID:64958 ) mit den Worten:"Toll, 26 Jahre alt, der ist bestimmt gut. War der teuer?"

    Nach kurzem Probieren greift er erneut zur Flasche und schenkt sich großzügig nach. "Etwas bitter aber ansonsten lecker"

    In meinem Kopf bildet sich der Gedanke: dasselbe hätte er zu einem Glenfiddich 14 gesagt.

    Ich gebe zu, ich übertreibe, aber vielleicht wird klar, was ich ausdrücken möchte.
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