Stork Club Destillerie / Spreewood Distillers

Die Stork Club Destillerie liegt 60km südlich von Berlin. 2004 wurde Sie gegründet und damals noch unter dem Namen 'Spreewaldini' geführt. 2017 kam es dann zum Besitzer- und Namenswechsel.

Informationen über die Brennerei
18 Flaschen
Deutschland
13.890405 52.028697
Geöffnet
3 x 4.000 l
3 t
2017
Steffen Lohr, Sebastian Brack, Bastian Heuser
https://spreewood-distillers.com/
Durchschnittliche Geschmacksbewertungen Geschmacksbewertungen
Berechnet aus 43 Beschreibungen
i
Aroma
Süße:
Eiche:
Gewürze:
Sherry:
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Früchte:
Kräuter:
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Weizen:
Honig:
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Heu:
Dunkle Schokolade:
Kaffee:
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Getrocknete Früchte:
Rauch:
Heide:
Vanille:
Alkohol:
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Muskat:
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Leder:
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Gras:
Ananas:
Mandeln:
Zimt:
Chili:
Geschmack
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Rauch:
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Pfeffer:
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Öl:
Kräuter:
Honig:
Getrocknete Früchte:
Ingwer:
Sherry:
Gerste:
Tropische Früchte:
Vanille:
Abgang
Rauch:
Gewürze:
Alkohol:
Süße:
Chili:
Weizen:
Karamell:
Malz:
Nüsse:
Vanille:
Früchte:
Pfeffer:
Roggen:
Getrocknete Früchte:
Sherry:
Kräuter:
Heide:
Beschreibung der Brennerei

Der Whisky

Die Stork Club Destillerie hat sich auf Rye Whiskey spezialisiert. Aus deutschem Roggen stellt die Brennerei ihren in frischen amerikanischen und deutschen Eichenfässern gereiften Straight Rye Whiskey her. Auch eine fassstarke Version gibt es davon, den Full Proof Rye Whiskey mit 55% und zusätzlicher Reifung im Sherryfass. Der sogenannte 'Aromatic Rye' ist ein Blend aus zweierlei Stork Club New Make Spirits. Ausgewählte Einzelfässer werden auch als Stork Club Single Barrel Whiskey abgefüllt, wobei es sich je nach Lagerbestand um unterschiedliche Fasstypen und -größen handeln kann.

Die Ausnahme im Stork Club Sortiment stellt der aus Gerstenmalz statt Roggen destillierte Single Malt Whisky dar. Er reift in Bourbon-, Sherry- und Weißweinfässern und zeigt sich fruchtig-frisch mit Aromen von frisch geschnittenem Gras, Honig und tropischen Früchten.

Stork Club Außenansicht
Stork Club Außenansicht

Die Produktion

Rund 200 Fässer im Jahr befüllt die Brennerei jeweils mit ihrem Rohbrand. Dafür verwenden sie zum größten Teil Roggen aus Deutschland, sowie einen geringeren Teil Gerstenmalz. Die Fässer sind meist aus frischer Weißeiche, ein paar ehemalige Wein- und Sherryfässer kommen aber auch zum Einsatz.

Das Getreide

Die Stork Club Destillerie verwendet nur deutschen Roggen für ihre Rye Whiskeys, der in der Region der Brennerei geerntet wird. Brandenburg ist Europas größte Anbauregion für Roggen und weltweit bekannt für dessen Qualität. Sogar manche amerikanische Rye-Produzenten kaufen ihren Roggen aufgrund der Qualität dort ein.

Für die Ryes verwendet Stork Club zwei verschiedene Mash Bills, also Getreiderezepturen. Die erste nennt sich 'bold and spicy' und besteht zu 100% aus Roggenrohfrucht. Dieses Rezept ergibt einen fruchtig-würzigen Whiskey mit einer pfeffrigen Fruchtigkeit. Die zweite Mash Bill, 'sweet and mellow', besteht hingegen aus Roggenmalz. Diese Rezeptur bringt einen malzig-süßen Whiskey mit weichen Schokoladennoten hervor. Die hauseigene Hammermühle mahlt den Roggen zu Schrot, der im 3.000 Liter umfassenden Einmaischtank eingeweicht wird.

Stork Club Mashbills
Stork Club Mashbills

Das Fermentieren

Anschließend kommt die Maische ungefiltert in die drei Fermentationstanks mit je 4.000 Litern Fassungsvermögen. Bei Stork Club verwendet man zwei verschiedene Hefestämme für die Fermentation. Diese wandeln den Zucker aus dem Getreide in Alkohol um und es entsteht ein Bier ohne Hopfen, das nach 4-5 Tagen Fermentationsdauer 8-10% Alkoholgehalt hat.

Die Brennblase

Die Stork Club Whiskeys werden auf einer kleinen, 1.000 Liter fassenden Kothe Hybrid-Brennblase destilliert. Eine Hybrid-Brennblase ist eine Mischung aus einer klassischen Pot Still und einer Column Still für kontinuierliche Destillation. Sie enthält einige Kupferplatten, durch die das Destillat beeinflusst werden kann.

Stork Club Brennblase
Stork Club Brennblase

Die Fasslagerung

Nach der Destillation werden die New Make Spirits (Rohbrände) auf 60% Alkoholgehalt verdünnt und in die Fässer gefüllt. Die frischen Eichenfässer lässt die Brennerei individuell aus amerikanischer und europäischer Eiche anfertigen. Jedes der Fässer wird individuell getoastet (mit Hitze behandelt), um bestimmte Aromen an das Destillat abzugeben. Zweierlei amerikanische Fässer und eine Sorte Fässer aus deutscher Eiche kommen dabei zum Einsatz. Der fassstarke Full Proof reift zusätzlich in ehemaligen Weißwein- und Sherryfässern.

Im sogenannten Fass Konfigurator kann man sich bei Stork Club auch online sein eigenes Fass erstellen und bestellen.

Die Geschichte

Die Brennerei wurde 2004 von der Familie Römer unter dem Namen Spreewaldini gegründet. Damals vereinte die Familie eine Brennerei, eine Bonbon- und Likörmanufaktur sowie eine Tortenbäckerei unter einem Dach. Die Gründer der jetzigen Stork Club Destillerie Steffen Lohr, Sebastian Brack und Bastian Heuser unternahmen 2015 einen Ausflug nach Schlepzig, um in der ältesten Brennerei Brandenburgs ein eigenes Whiskyfass zu kaufen. Dort angekommen erfuhren sie vom damaligen Betreiber, dass dieser einen Nachfolger suchte. Zwei Jahre später waren die drei neuen Besitzer bereits fertig mit umfangreichen Renovierungen sowie dem Einbau eines neuen Maischbottichs, einer neuen Getreidemühle und neuer Fermentationstanks. Heute ist die Stork Club Destillerie die erste Roggen-Brennerei Deutschlands.

Das Besucherzentrum

Stork Club bietet Führungen durch die Brennerei an und hat zudem ein kleines Hofcafé. In einer 75-minütigen Führung kann man die Brennerei, die Produktion und die Abfüllungen von Stork Club kennenlernen, wobei eine Verkostung von vier Whiskeys mit eingeschlossen ist.

Besucherinformationen

Brennereiadresse:

Spreewood Distillers
Dorfstr. 56
15910 Schlepzig
Tel: +49(0)35472-659142

Erfahrungen und Tipps

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