Craigellachie

Im Herzen der Speyside in der Nähe der kleinen Stadt Craigellachie/Banffshire liegt die Brennerei, die 1891 auf dem Höhepunkt des Whisky-Booms gegründet wurde und bis heute bestehen blieb. Der schwierig auszusprechende gälische Name heißt soviel wie "felsiger Hügel" und wird Krai-GELLacky ausgesprochen.

Video
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Informationen über die Brennerei
238 Flaschen
Schottland, Speyside
-3.184519 57.488438
Geöffnet
Bacardi
2 x 28.185 l
Gedrungen
2 x 28.185 l
Normal
8 x 45.000 l
9 t
1891
4.100.000 l
http://www.craigellachie.com
Durchschnittliche Geschmacksbewertungen Geschmacksbewertungen
Berechnet aus 1,113 Beschreibungen
i
Aroma
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Schwarze Johannisbeere:
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Dattel:
Beschreibung der Brennerei

Der Whisky

Craigellachie war immer ein Garant für die hohe Qualität der Dewar's Blends. Der Single Malt der Brennerei ist noch nicht so bekannt, da er lange Zeit nur für Blends wie “The White Horse” verwendet wurde. Einige unabhängige Abfüller hatten Craigellachie von Zeit zu Zeit in ihrem Sortiment, aber eine 2004 veröffentlichte 14-jährige Abfüllung war bis 2014 der einzige offizielle Single Malt der Brennerei. Aktuell gibt es einen 13-jährigen, einen 17-jährigen und einen 23-jährigen Craigellachie zu kaufen. Craigellachie weist eine angenehme Süße, schöne Komplexität, leichte Öligkeit und einen Hauch von abgebrannten Streichhölzern auf. Der 13-jährige Craigellachie ist mit schönen Zitrusaromen, Mandarinen und Orangen durchzogen. Ein leicht trockener Geschmack bringt Feige und einen Hauch Zimt hervor. Der Abgang ist angenehm lang und wird von den immer noch vorhandenen Zitrusnoten begleitet. Der 17-jährige Craigellachie ist weitaus komplexer als der 13-jährige und enthält zusätzlich noch Karamell- und Frucht-Noten. Falls Sie starke Feigen-, Birnen- und Bergamotte-Noten mögen, sollten Sie den 23-jährigen Craigellachie ausprobieren. Die weichen, floralen Noten, entwickeln sich zu einem komplexen und öligen Aroma, das in einem langanhaltenden, likörartigen Finish endet.

Die Produktion

Craigellachie kann sich als große Brennerei bezeichnen, denn das Produktionsvolumen betrug im Jahr 2015 etwa 4,1 Millionen Liter. Wie bereits erwähnt, fließt das meiste davon in die Blends von John Dewar & Sons. Cragellachie besitzt große Malz-Silos, in denen das benötigte Malt gelagert wird. Das Malz wird dabei von der Glenesk Mälzerei in Montrose bezogen. Dort wird es in einem speziellen Ofen hergestellt, der mit Öl befeuert wird, um der Bildung einer ungewollten Schwefelnote entgegenzuwirken. Dieses spezielle Malz wird in der Glenesk Mälzerei getrennt von dem anders produzierten Malz gelagert.

Die Brennerei bezieht ihr Wasser vom Allacholl Burn aus dem Blue Hill in den Little Conval Hills. Das Wasser wird über Rohre zur Brennerei geleitet, um es möglichst rein und sauber zu halten.

Die Brennblasen

Das gegärte “wash” wird in die beiden Wash Stills und im Anschluss in die zwei Spirit Stills, gepumpt. Die Wash Stills werden je mit 24.000 Liter befüllt, die Spirit Stills mit je 23.000 Liter. Zu Beginn gab es in der Brennerei nur zwei Stills, diese wurden 1964 verdoppelt. Der “Still Room” ist sehr beeindruckend: Er besitzt eine große verglaste Vorderseite. Um die Alkoholdämpfe nach der Destillation abzukühlen, verwendet Craigellachie unüblicherweise traditionelle “Worm Tubs”. Die veralteten “Worm Tubs” aus Eisen wurden im Jahr 2014 entfernt und die jetzigen aus rostfreiem Stahl eingebaut. Die kupfernen “Worm Tubs” leisten in der Brennerei immer noch einen guten Job.

Die Mälzerei

Sobald das Malz in die Richard Sizer Mühle gefüllt wird, werden dort in zweieinhalb Stunden zehn Tonnen Malz verarbeitet und warten dann in zwei sogenannten “grist bins” darauf, gemaischt zu werden. Die Brennerei hat eine moderne und sehr effiziente Mash Tun, die wie die vorherige Lauter Mash Tun von Steinecker wieder im ehemaligen Kiln-Gebäude untergebracht ist.

Die Fermentation

48.000 Liter Wort werden in acht Washbacks aus sibirischer Lärche eingefüllt und mit 205 Litern Hefe versetzt. Durch die anschließende Fermentation wird nicht nur Zucker in Alkohol umgewandelt, sondern es entstehen auch Aromen, die den speziellen Brennereicharakter ausmachen. Bei Craigellachie sind dies nicht nur süße und fruchtige Aromen, sondern auch leicht schwefelige Noten. Hierfür limitiert man die Fermentationsdauer auf 56 Stunden. Würde man länger fermentieren, würde die lacto-bakterielle Fermentation einsetzen und der schwefelige Charakter verschwinden.

Die Geschichte

Die Gründung der Craigellachie Destillerie war ein gemeinsames Projekt von Peter Mackie und Alexander Edward. Mackie's Familie besaß zu dieser Zeit bereits Lagavulin, aber sie schafften es nicht die Nachfrage nach Single Malt zu befriedigen, der für den Blend “White Horse” benötigt wurde. Edwards Familie war zu diesem Zeitpunkt auch im Whisky-Geschäft tätig und besaß damals die Brennerei Benrinnes. Sie begannen 1891, gerade als der Whisky Boom auf seinem Höhepunkt war, damit Craigellachie zu bauen. Der Architekt war der berühmte Charles Doig von Elgin. Offizielle Quellen besagen, dass die tatsächliche Whiskyproduktion erst 1898 begonnen hat, obwohl es einige frühere Verkostungsaufzeichnungen von Alfred Barnard gibt, der die Brennerei bereits in den Jahren 1893/94 besuchte. 1898 war der Whisky Boom vorbei und daher ging auch die Produktion zurück. Aber Peter Mackie war ein vorausschauender Geschäftsmann und somit blieb die Brennerei bestehen.

Im Jahr 1916 verließ Alexander Edward die Destillerie und Mackie war nun der alleinige Besitzer und bildete sogleich die White Horse Distillers. Aber White Horse Distillers wurde nur zwei Jahre nach der Fusion durch John Walker & Co, James Buchanan & Co. und John Dewar & Sons aufgekauft und trat der Distillery Company Limited bei. 1987 fusionierte DCL mit Arthur Bell & Sons zu United Distillers. Sie verkauften 1998 Craigellachie zusammen mit Aberfeldy, Brackla, Aultmore und John Dewar & Sons an Bacardi. Zwar gab es ab und zu Höhen und Tiefen und einige kurze Pausen, aber die Brennerei musste nie für längere Zeit schließen.

Das Besucherzentrum

Leider gibt es bei Craigellachie kein Besucherzentrum, obwohl es wahrscheinlich sehr gut besucht wäre, denn die Destillerie liegt in der Nähe einiger bekannter Whisky-Tour-Schauplätze. Ein Beispiel wäre das Speyside Cooperage, oder das berühmte Craigellachie Hotel, wo es eine der besten Whisky-Bars der Welt gibt - mit einer riesigen Auswahl an hochwertigen Whiskys, wie Aberlour, Glenfiddich, Glen Grant oder Macallan (um nur einige Beispiele zu nennen).

Besucherinformationen

Brennereiadresse:

Craigellachie Distillery
Hill St.
Aberlour
AB38 9ST

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