Glen Garioch

Einige Kilometer vor Aberdeen befindet sich die Glen Garioch Brennerei. Sie gehört zu den ältesten Destillerien Schottlands und ist die östlichste aktive Malt Whisky Brennerei.

Informationen über die Brennerei
100 Flaschen
Schottland, Highlands
-2.319358 57.338519
Geöffnet
Suntory
1 x 10.000 l
Normal
2 x 11.000 l
Normal
5 x 27.500 l
5 t
1797
1.000.000 l
http://www.glengarioch.com/
Durchschnittliche Geschmacksbewertungen Geschmacksbewertungen
Berechnet aus 324 Beschreibungen
i
Aroma
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Geschmack
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Beschreibung der Brennerei

Der Whisky

Die östlichste aller schottischen Brennereien, die Hochlandbrennerei Glen Garioch, hat eine Auswahl an offiziellen und unabhängigen Abfüllungen. Zu den offiziellen Flaschen gehören der 8-jährige, der 12-jährige, der 15-jährige und ein Founder's Reserve ohne Altersangabe. Von Zeit zu Zeit gibt es Vintage-Flaschen, die sich schnell verkaufen und eine begrenzte Verfügbarkeit haben. Es stehen auch eine kleine Handvoll unabhängige Abfüllungen zur Auswahl. Douglas Laing und Co. füllten ein Fass aus dem Jahr 1991 ab, das sehr gutes Feedback erhalten hat und Gordon & MacPhail veröffentlichten eine "Secret Stills" Abfüllung aus dem Jahr 1988, die vermutlich ein Glen Garioch ist. Glen Garioch wird derzeit nicht in Blends verwendet, obwohl er vorher eine Hauptkomponente von "VAT 69" war. Dieser berühmte Blend wurde vom Whisky-Giganten William Sanderson geschaffen.

Die Produktion

Glen Garioch bezieht sein Wasser aus dem schönen kleinen Bach Percock Hills, der in Aberdeenshire fließt. Der Bach ist besonders reich an Mineralien, die zur Vielfältigkeit des Geschmacks im Whisky beitragen. Die Produktionskapazität der Brennerei liegt bei 1.000.000 Liter reinem Alkohol pro Jahr. Im Jahr 2014 betrieb die Destillerie jedoch nur etwa drei Viertel der verfügbaren Kapazität und produzierte 700.000 Liter pro Jahr.

Außenansicht von Glen Garioch

 

Die Brennblasen

Glen Garioch hat zwei Wash Stills, eine besitzt eine Kapazität von 20.000 Liter und die andere umfasst 10.000 Liter. Die beiden Spirit Stills haben eine Kapazität von je 11.000 Litern. In Bezug auf den Destillationsprozess ist Glen Garioch seinen Wurzeln treu geblieben. Es gibt ein paar einzigartige Methoden bei Glen Garioch, die zu seinem unverwechselbaren würzigen und gehaltvollen Charakter beitragen. Die Kupfer-Pot Stills haben einen klassischen Highland-Stil mit dem typischen kurzen Hals, jedoch ist ihr Schwanenhals (Lyne Arm) extrem lang, besonders bei den Wash Stills, was ein sehr ungewöhnliches Merkmal ist. Ein weiteres charakteristisches Kennzeichen ist die Verwendung eines Lauter-Maische-Bottichs, um ein möglichst trübes Wort zu schaffen.

Spirit Still von Glen Garioch

Die Mälzerei

Die Stelle, auf der Glen Garioch gebaut wurde, hat man aufgrund der Nähe zu ausgezeichneter Gerste gewählt. Die nahe gelegene Stadt Old Meldrum wurde wegen der Herstellung von erstklassiker Gerste als die "Granary of Aberdeenshire" (z. Dt. Getreidespeicher von Aberdeenshire) in ganz Schottland bekannt. Glen Garioch bezieht das derzeitig benötigte Malz lokal und benutzte früher ihren eigenen Malzboden. Glen Garioch verwendet nicht getorftes Malz, was einen großen Beitrag zu seinem einzigartigen Highland-Stil leistet.

Bis zur Jahrtausendwende verkaufte Glen Garioch eine 15-jährige Flasche mit einem leicht rauchigen Charakter. Aber mit der Einführung der bauchigen Flaschen war auch der rauchige Einfluss im Whisky verschwunden.

Malzboden bei Glen Garioch

Die Lagerhäuser

Glen Garioch hat ein Lager vor Ort und verwendet für den Reifungsprozess eine Mischung aus Sherry und Bourbon Fässern.

Lagerhaus Innenansicht bei Glen Garioch

Die Geschichte

Glen Garioch wurde im Jahr 1797 gebaut und ist somit eine der ältesten Destillerien Schottlands. Die Brennerei hat eine ereignisreiche Vergangenheit, die zwei Jahrhunderte des Wandels und der Entwicklung überdauert hat.

Nach der Gründung der Brennerei durch Alexander Manson im Jahre 1797 wechselte die Brennerei in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrmals den Eigentümer, bis sie 1837 endlich wieder in die Hände der Familie Manson zurückkehrte. Dort blieb sie bis 1884, als die Brennerei an TG Thomson & Co. of Leith verkauft wurde. Zwei Jahre später trat William Sanderson, der Besitzer der selbst ernannten "größten Brennerei der Welt" Nord-British bei. Sanderson war einer der einflussreichsten Mitglieder des Whisky-Handels. 1882 veröffentlichte er den "VAT 69" Blend, in dem Glen Garioch später das Herzstück wurde. Ein paar Jahre später, im Jahre 1886, erwarb Sanderson eine 50%-ige Beteiligung an Glen Garioch. Nach Sandersons Tod im Jahre 1908, übernahm sein Sohn William Mark Sanderson die Führung der Brennerei.

Während der 1920er Jahre, als die Prohibition den internationalen Whisky-Markt drastisch beeinträchtigte, beschloss William Mark, die gesamten Anteile von Glen Garioch zu kaufen, um die Brennerei vor der Fusion zu retten. Leider hat das die finanzielle Situation der Brennerei nicht verbessert und zudem starb William Mark 1929, auf dem Höhepunkt der Großen Depression. Vier Jahre später, im Jahre 1933, verkaufte William Marks Sohn, Kenneth, in einem letzten Versuch die Insolvenz zu vermeiden, das Familienunternehmen an Booth Distilleries Ltd.. Das Alkoholverbot wurde erst acht Monate später aufgehoben.

Im Jahr 1937 kaufte Scottish Malt Distillers, eine Unterabteilung von Distillers' Company Ltd., Glen Garioch. Zwei Jahre später musste die Produktion wegen des Zweiten Weltkriegs gestoppt werden. Nach dem Krieg wurde die Produktion der Brennerei wieder aufgenommen, obwohl die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Menge Veränderung brachte. 1968 wurde die Produktion erneut eingestellt. Als Grund dafür nannte das Management der Destillerie "chronische Wasserknappheit". Im Jahr 1970 wurde die Brennerei an Stanley P. Morrison verkauft, der eine Reihe von umfangreichen Renovierungen unternahm. Das machte Glen Garioch in diesem Jahr zur ersten Brennerei, bei der die Stills mit Gasfeuer betrieben wurden.

Heute wird Glen Garioch von Morrison Bowmore Distillers betrieben, die wiederum im Besitz des japanischen Großkonzern Suntory sind.

Das Besucherzentrum

Glen Garioch hat ein sehr schönes Besucherzentrum, das ganzjährig geöffnet ist und eine Tour durch die Brennerei anbietet.

Besucherinformationen

Brennereiadresse:

Glen Garioch Distillery
Distillery Road
Oldmeldrum
Aberdeenshire
AB51 0ES
Tel: +44 (0)1651-873450
Email: visitor.centre@remove-this.glengarioch.com 

Öffnungszeiten:

Mo - Sa, 10:00 - 16:00 Uhr
So (Juli bis September), 10:00 - 16:00 Uhr

Führungen können telefonisch oder per Email gebucht werden.

 

 

Erfahrungen und Tipps

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02.01.2018
In diesem Statement möchte ich nur die Dinge über die Distillery schreiben, die in den allgemeinen Beschreibungen und Statements nicht oder kaum erwähnt werden.
Ich habe die Brennerei Ende November 2017 besucht und kann sie nur wärmstens mit einer Führung empfehlen. Alles ist sehr familiär gehalten (obwohl sie zu einem Konzern gehören, was ihnen nicht wirklich so gut gefällt) und Fiona ist eine ganz bezaubernde Führerin mit sehr hohem Sachverstand und viel Witz und Charme. Ihre Familie ist schon seit Generationen bei Glen Garioch tätig und kann auch das eine oder andere interne sei es geschäfltlich oder produktionstechnisch erzählen. Die Tour selbst kostet nur 7.50 Pfund und man bekommt noch eine kleine Verkostung. Das Visitor-Center ist wirklich sehr gemütlich und gut eingerichtet.

Wisseneswertes nebenbei:
Die ganze Distillery braucht gerade mal 7 Personen um die Produktion am Laufen zu halten. Interessant ist auch, dass Glen Garioch für seine Bourbon-Casks ca. 200 Pfund und für Sherry-Casks mehr als 600 Pfund (auch weit über 1000 Pfund möglich) zahlt.
Es gibt leider keine Distillery-Editions für Besucher. Die regulären Abfüllungen bekommt man in D billiger. Lediglich eine Traveller-Edition (die man auch am Flughafen bekommen kann) ist zu haben und auch zu empfehlen. Vom Preis/Leistungsgedanken bekommt man in der Regel eine gute Flasche Single Malt, da man ja bedacht sein muss gerade bei Sonderabfüllungen gut abzuschneiden.

Für Fragen könnt ihr mich gerne kontaktieren
Euer Bodo