Edradour

Die Edradour-Brennerei zählt zu den traditionsreichsten Whiskybrennereien Schottlands und war einst die kleinste des Landes. Sie liegt idyllisch am Fluss Edradour, umgeben von Hügeln östlich von Pitlochry. Hier entstehen nach traditionellen Verfahren, die in kaum einer anderen Brennerei noch praktiziert werden, außergewöhnliche Highland Single Malt Whiskys.

Video
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Informationen über die Brennerei
831 Flaschen
Schottland, Highlands
-3.701014 56.701605
Geöffnet
1 x 4.218 l
Normal
1 x 2.182 l
Normal
2 x 1.000 l
1 t
1825
200.000 l
http://www.edradour.com
Durchschnittliche Geschmacksbewertungen Geschmacksbewertungen
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Aroma
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Beschreibung der Brennerei

Der Whisky

Edradour bietet ein bemerkenswert vielfältiges Sortiment an Originalabfüllungen, das „The Classic Range“, „The Cask Strength Series“, „The Wine Finishes“ und „The Wine Matured“ umfasst. Zusätzlich gibt es die rauchige Variante Ballechin.

Der Brennereicharakter ist voll und intensiv, was typisch ist für einen Highland Single Malt. Die kleinen Pot Stills und die Experimentierfreude von Eigentümer Andrew Symington, der seine Whiskys in den unterschiedlichsten Fässern nachreifen lässt – von Burgunder- und Sauternes-Fässern über Port- bis hin zu Pedro-Ximénez-Fässern – sorgen für eine große geschmackliche Vielfalt und komplexe Aromen.

Andrew Symington ist nicht nur der Besitzer von Edradour, sondern auch vom unabhängigen Abfüller Signatory Vintage. Daher wird bei der kleinen Highland Brennerei abgefüllt und Signatory veröffentlicht viele Edradour-Abfüllungen.

Die Destillerie bringt ein vielfältiges Sortiment heraus, darunter den Edradour 10 aus der Classic Range. Dieser wird nun mit 43 % Vol. statt der traditionellen 40 % abgefüllt. Kommende Abfüllungen werden sogar 46 % Vol. erreichen. Für den Symington‘s Blended Scotch Whisky 10 Jahre werden speziell ausgewählte Single Malt- und Grain-Whiskys in Sherry- und Bourbon Fässern gereift. Im September 2025 erschien erstmals ein Edradour Single Malt als Whisky.de Clubflasche, gereift fast 11 Jahre in seltenen Port Pipes und abgefüllt mit 46 % Vol.

Die Produktion

Edradour galt lange als die kleinste Whiskybrennerei Schottlands. Kleinere Destillerien produzieren meist keinen nennenswerten Scotch. Mit zwei Pot Stills lag der ursprüngliche Ausstoß bei rund 100.000 Litern pro Jahr. Das Wasser stammt aus den Ben Vrackie-Quellen, und die Brennerei liegt direkt am Fluss Edradour, wobei einige Gebäude nur über eine kleine Brücke erreichbar sind. 2017 wurde mit Edradour II eine zweite Destillerie auf dem Gelände errichtet, um den steigenden Bedarf an Single Malt zu decken. Die Ausstattung von Edradour II wurde dabei analog zur alten Brennerei gestaltet, das heißt, die Brennblasen, Mash Tuns und Washbacks sind Kopien der ursprünglichen Gerätschaften. Seit Februar 2018 arbeiten beide Brennereien parallel, wodurch die Produktionsmenge auf 200.000 Liter pro Jahr steigt. Das mögliche Maximalvolumen liegt bei 500.000 Litern.

Die Pot Stills

Edradour arbeitet mit sehr kleinen Pot Stills: die Wash Still fasst 3.000 Liter, die Spirit Still etwa 2.200 Liter. Sie ist damit eine der kleinsten traditionellen Stills Schottlands. Alle Geräte, von den Brennblasen, dem Maischbottich über die Gärbottiche bis zur Malzmühle, befinden sich im gleichen Gebäude.

Edradour verwendet noch Worm Tubs zur Kühlung der Alkoholdämpfe, wodurch der Rohbrand würzigere, pfeffrig-honigartige Noten erhält. Alles wird nach wie vor per Hand eingestellt, ein seltenes Merkmal in der modernen Whiskyproduktion.

Die Mälzerei

Edradour mälzt seine Gerste nicht mehr selbst. Für den Edradour-Whisky wird nicht rauchiges Malz verwendet, für den Ballechin-Whisky hingegen Malz, das über Torfrauch getrocknet wurde und einen Torfanteil von mindestens 50 ppm aufweist.

Das Maischen

Die offene Mash Tun von Edradour II ist eine exakte Nachbildung von Edradour I und ist, wie ihr über 100 Jahre altes Vorbild, mit offenen Zahnrädern ausgestattet. Beim Einmaischen wird grobes Schrot mit Wasser vermischt und mithilfe eines Rechens in drei Vorgängen eingerührt. Eine Besonderheit ist der Morton-Refrigerator, ein ursprünglich aus der Milchindustrie stammender Kühler, der heißes Mash vor dem Einleiten in den Washback abkühlt.

Die Fermentation

Edradour verfügt über sechs Washbacks aus Douglasie mit einem Volumen von jeweils 6.000 Litern. Zwei davon befinden sich in der alten Brennerei, in der sowohl Edradour als auch Ballechin hergestellt werden. In der neuen Brennerei wird ausschließlich Edradour Whisky produziert. Die Fermentationszeit beträgt 48 Stunden, bevor die Flüssigkeit in den Charger und anschließend in die 3.000-Liter-Wash Still gelangt.

Das Lager

Die Lagerhäuser von Edradour liegen einen halben Kilometer den Berg hinauf. Sie beherbergen zahlreiche Fässer unterschiedlicher Größe und Vorbelegung, darunter mindestens doppelt so viele Wein-, Port- und Sherryfässer wie Refill-Bourbonfässer.

Die Fässer werden maximal zweimal verwendet und anschließend weiterverkauft. In den alten Dunnage-Warehouses lagern ca. 7.000 Fässer, in den neuen bis zu 12.000. Neben den Edradour- und Ballechin-Whiskys lagern hier auch Abfüllungen von Signatory Vintage.

Die Geschichte

In der Nähe der Brennerei Edradour befinden sich die Ruinen der Abtei Lindores, die als die Wiege des „Aqua vitae“, des „Wassers des Lebens“, gilt. Aus diesem ursprünglichen Destillat entwickelte sich im Laufe der Zeit der Whisky, wie wir ihn heute kennen. Da die Mönche der Abtei jedoch nicht dem reformierten anglikanischen Glauben angehörten, wurde das Kloster schließlich von einem englischen König zerstört.

Die frühesten Hinweise auf Destillationstätigkeiten auf dem Gelände der heutigen Edradour-Brennerei stammen aus dem Jahr 1823, einer Zeit, in der das Brennen noch illegal war. Erst mit dem Excise Act desselben Jahres wurden die steuerlichen Hürden für legale Produktion deutlich gesenkt. Die Brennerei wurde dennoch erst 1825 offiziell registriert, damals unter dem Namen Glenforres Distillery, und sie wurde neben dem Brennereibetrieb auch landwirtschaftlich genutzt.

Im Jahr 1837 übernahmen James Scott und Duncan Stewart die Pacht der Brennerei und gaben ihr den Namen Edradour, was so viel bedeutet wie „zwischen zwei Flüssen“. 1938 ging die Brennerei in den Besitz von Irvin Haim über, einem New Yorker Mafia-Gangster, der fortan als rechtmäßiger Eigentümer geführt wurde.

In den folgenden Jahrzehnten produzierte Edradour vor allem für die Blend-Industrie. Zu den bekanntesten Marken zählten dabei House of Lords und King’s Ransom. Ein bedeutender Wendepunkt kam 1986, als der erste zehnjährige Edradour Single Malt auf den Markt kam, was den Beginn einer neuen Erfolgsgeschichte für die Brennerei bedeutete.

2002 wurde Edradour für 3,5 Millionen Pfund von Andrew Symington, dem Inhaber des unabhängigen Abfüllers Signatory Vintage, übernommen. Bereits ein Jahr später präsentierte die Brennerei mit dem Ballechin Heavily Peated ihren ersten stark getorften Single Malt.

Ab 2004 investierte Symington intensiv in die Modernisierung und Erweiterung der Brennerei. Neue Lagerhäuser wurden errichtet, die historische Malzscheune liebevoll restauriert und eine großzügige Eventhalle gebaut. Für seine Verdienste um den schottischen Whisky wurde Andrew Symington im Jahr 2012 mit dem Ehrentitel Masterof the Quaich ausgezeichnet. Mittlerweile arbeitet auch sein Sohn Andrew Symington Jr. im Unternehmen mit und tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters.

Das Besucherzentrum

Das Besucherzentrum von Edradour bietet faszinierende Einblicke in die Welt des Whiskys. Bei einer Führung durch die historischen Gebäude können alle Schritte der Whiskyproduktion hautnah erlebt werden. Dabei erfährt man nicht nur Wissenswertes über die Herstellung, sondern auch über die traditionsreiche Geschichte der Brennerei und des schottischen Whiskys im Allgemeinen.

Zum Gelände gehören außerdem ein Shop, ein Café und eine stilvolle Tasting-Bar. Besonders eindrucksvoll ist die New Caledonia Hall, ein Veranstaltungsraum, der in ein aktives Lagerhaus integriert wurde. Durch große Fenster kann man dort beobachten, wie der Whisky in den Fässern langsam reift. So erhält man einen seltenen und atmosphärischen Blick hinter die Kulissen der Fasslagerung.

2025 bleibt das Besucherzentrum aufgrund Personalmangel leider geschlossen.

Besucherinformationen

Brennereiadresse:

Edradour Distillery
Pitlochry
Perthshire
PH16 5JP
Tel.: +44 1796 472 095
Email: tours@remove-this.edradour.com 

Erfahrungen und Tipps

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Benutzer unbekannt
06.12.2019
Im Sommer 2018 besuchten wir die Edradour Distillery in Pitlochry. Wir standen mit unserem Wohnmobil auf dem "Milton Caravan Park", der unmittelbar am Loch Tummel liegt.
Die Distillery liegt auf dem Berg oberhalb der Ortschaft. Während einer Besichtigung gibt es zuerst eine Einweisung über die Edradour Distillerie und die Entstehung des Whiskys. Dabei werden zwei Sorten verkostet. Ein wunderschönes Glas (mit Gravur) darf mitgenommen werden. Danach wird man durch die kleine, beschauliche Anlage geführt. In einem kleinen Gebäude kann man den Gährbottich (auch hineinsehen und riechen) sowie die beiden Brennblasen bewundern. Alles zum Anfassen. In einem gläsernen Kasten enden die Rohre aus den Blasen und der Whisky wird in Karaffen aufgefangen. Alles sieht noch wirklich nach viel Handarbeit aus. Auch das Fasslager wird besichtigt. Weil das Ganze in kleinen Gruppen (ich glaube wir waren ca. 10 Personen) erfolgt, können jederzeit Fragen gestellt werden. Zum Schluss darf natürlich auch Whisky gekauft werden.
Die Besichtigung kostete 10.- Pfund. Bedenkt man, dass es dafür auch noch zwei, nicht zu knappe, Proben und das Glas gibt, ist das mehr als günstig.
Das gesamte Personal, Empfang, Führung, Verkauf, war ausgesprochen freundlich witzig.
Bei unserem nächsten Schottlandurlaub werden wir sicher wieder einen Stopp in Pitlochry machen und der Distillerie einen erneuten Besuch abstatten.
Gegenüber der Zufahrt zur Distillerie befindet sich ein großer Parkplatz. Wir sind sicherheitshalber mit unseren Fahrrädern den Berg hochgefahren.
Die Gegend um Pitlochry bietet auch so noch interessantes.
Das Blair Castle liegt nicht weit entfernt und ist sehr sehenswert. (Es wird aber auch ein entsprechender Eintritt verlangt.) Ebenso der Queen´s View am Loch Tummel. Folgt man der Strasse ca. 30 Meilen bis zum Ende, hat man die Rannoch Station im Rannoch Moor erreicht.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Schönemann
Schottland Liebhaber