Edradour

Edradour ist die kleinste der schottischen Brennereien. Sie liegt in den Bergen östlich von Pitlochry und produziert dort ihren unverkennbaren Malt noch mit Verfahren, die bei anderen Brennereien schon längst der Vergangenheit angehören.

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Informationen über die Brennerei
486 Flaschen
Schottland, Highlands
-3.701014 56.701605
Geöffnet
1 x 4.218 l
Normal
1 x 2.182 l
Normal
2 x 1.000 l
1 t
1837
100.000 l
http://www.edradour.co.uk/
Durchschnittliche Geschmacksbewertungen Geschmacksbewertungen
Berechnet aus 640 Beschreibungen
i
Aroma
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Geschmack
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Kuchen:
Schwarze Johannisbeere:
Dattel:
Gerste:
Ananas:
Banane:
Walnuss:
Schinken:
Minze:
Zitronenschale:
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Medizinischer Rauch:
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Grüner Apfel:
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Weizen:
Gras:
Muskat:
Grapefruit:
Abgang
Süße:
Gewürze:
Rauch:
Sherry:
Nüsse:
Früchte:
Eiche:
Malz:
Herb:
Schokolade:
Honig:
Vanille:
Öl:
Dunkle Schokolade:
Rosine:
Chili:
Kaffee:
Pfeffer:
Alkohol:
Karamell:
Kirsche:
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Kräuter:
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Brombeere:
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Getrocknete Früchte:
Maritime Noten:
Mandeln:
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Salz:
Heide:
Pflaume:
Walnuss:
Seetang:
Zimt:
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Lagerfeuer:
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Haselnüsse:
Beschreibung der Brennerei

Der Whisky

Die Brennerei Edradour hat ein großes Sortiment an Originalabfüllungen, vielleicht sogar das vielfältigste der Welt. Die Whiskys werden in verschiedenen Serien herausgebracht. The Classic Range, The Cask Strength Series, The Wine Finishes und The Wine Matured. Es gibt auch eine rauchige Variante des Whiskys, den Ballechin. 

Der Brennereicharakter kann am besten als voll und intensiv beschrieben werden. Edradour ist ein typischer Highland Single Malt mit sehr kleinen Pot Stills. Der Eigentümer Andrew Symington hat das Hobby, seine Whiskys in ganz unterschiedlichen Fässern aus aller Welt (nach-)reifen zu lassen. Diese reichen von Burgunder und Sauternes über Port bis zu Pedro Ximenez. Das führt nicht nur zu einem sehr breiten Whiskysortiment, sondern die einzelnen Whiskys sind in Geruch und Geschmack ebenfalls sehr vielseitig und komplex. 

Dem Besitzer von Edradour, Andrew Symington, gehört auch der unabhängige Abfüller Signatory Vintage. Abgefüllt wird demnach dort und Signatory veröffentlicht sehr Edradour-Abfüllungen. 

Es gibt auch einen recht bekannten Sahnelikör mit Edradour-Whisky, der einer der interessantesten und intensivsten Liköre auf dem Markt ist, da der Highland Scotch der Sahnemixtur den richtigen Kick verpasst. 

Es ist kein Blend bekannt, der Edradour enthält. 

Die Produktion

Edradour wird oft als die kleinste Whiskybrennerei Schottlands bezeichnet. Es gibt zwar einige kleinere Brennereien in Schottland, doch produzieren diese allesamt keinen erwähnenswerten Scotch. Der Ausstoß der beiden Pot Stills liegt bei nur etwa 100.000 Litern pro Jahr.

Das Wasser kommt aus den Ben Vrackie-Quellen und die Brennerei befindet sich direkt an dem kleinen Fluss Edradour. Manche Gebäude liegen am anderen Ufer und können nur über eine Brücke erreicht werden. 

Außenansicht von Edradour

Die Pot Stills

Die Pot Stills sind sehr klein. Die größere Wash Still hat eine Kapazität von 4.200 Litern, die kleinere Spirit Still nur von etwa 2.200 Litern. Die Brennblasen, der Maischbottich, die Gärbottiche sowie die Malzmühle sind alle in demselben kleinen Gebäude untergebracht. 

Brennblasen von Edradour

Die Mälzerei

Edradour mälzt seine Gerste nicht mehr selbst. Für den Edradour-Whisky wird nur nicht-rauchiges Malz verwendet; für den Ballechin-Whisky wird über Torfrauch getrocknetes Malz verwendet, das einen Torfanteil von mindestens 50 ppm aufweist. 

Das Lager

Die Lagerhäuser von Edradour befinden sich etwa einen halben Kilometer den Berg hinauf und beherbergen viele unterschiedliche Fässer, wobei es mindestens doppelt so viele Wein-, Port- und Sherryfässer wie normale Refill-Bourbonfässer gibt. 

Lagerhaus Innenansicht bei Edradour

Die Geschichte

Nahe der Brennerei Edradour liegen die Ruinen der Abtei Lindores. Sie ist der Geburtsort des Aqua vitae (Wasser des Lebens), das später zum uns heute bekannten Whisky wurde. Leider waren die Mönche der Abtei keine reformierten anglikanischen Christen, weshalb die Abtei von einem englischen König abgerissen wurde.

Die frühesten Aufzeichnungen über Brennaktivitäten auf dem Gelände der Brennerei Edradour gehen auf das Jahr 1823 zurück. Zu dieser Zeit war das Brennen illegal. Mit dem Excise Act von 1823 wurden die steuerlichen Hürden für legales Brennen abgebaut, doch die Brennerei ließ sich erst 1825 registrieren. Zu diesem Zeitpunkt war sie als Glenforres Distillery bekannt und es wurde auch Landwirtschaft betrieben. 

1837 wurden James Scott und Duncan Stewart die offiziellen Mieter der Brennerei. Sie nannten sie Edradour, was "zwischen zwei Flüssen" bedeutet. 

1938 wurde Irvin Haim, ein Mafia-Gangster aus New York, der rechtmäßige Eigentümer der Brennerei.

Früher produzierte die Brennerei hauptsächlich für die Blend-Industrie, wobei die berühmtesten Marken House of Lords und Kings Ransom waren. 1986 wurde der erste zehnjährige Edradour herausgebracht und die Erfolgsstory des Edradour Single Malt Scotch Whisky begann.

Im Jahre 2002 erwarb Andrew Symington, Eigentümer des unabhängigen Abfüllers Signatory Vintage, die Brennerei Edradour für 3,5 Millionen Pfund.

2003 stellte Edradour den ersten stark getorften Malt vor, den Ballechin Heavily Peated.

Vom folgenden Jahr an steckte Andrew Symington viel Geld und Zeit in die Neuausstattung und Renovierung der Brennerei. Neue Lagerhäuser wurden gebaut, die alte Malzscheune renoviert und eine größere Halle für Events gebaut. Im Jahr 2012 wurde Andrew Symington schließlich mit der Ernennung zum "Master oft the Quaich" geehrt.

Das Besucherzentrum

Das Besucherzentrum von Edradour ist von April bis Oktober geöffnet, von November bis März gibt es eingeschränkte Besuchszeiten. Die Brennereitour ist sehr informativ, da man alle Produktionsschritte ansehen kann. In all den alten Gebäuden lernt man außerdem viel über die Geschichte der Whiskyherstellung und einige wichtige Fakten über Whisky. Darüberhinaus gibt es einen Shop, ein Café, eine Tasting-Bar sowie die New Caledonia Hall, in der Events abgehalten werden. Diese Halle ist in ein Lagerhaus integriert, sodass man durch Fenster den Whisky beim Reifen beobachten kann. 

Besucherinformationen

Brennereiadresse:

Edradour Distillery
Pitlochry
Perthshire
PH16 5JP
Tel.: +44-(0)1796-472 095
tours@remove-this.edradour.com 

Öffnungszeiten

April - Oktober
Mo - Sa: 10.00 Uhr - 17.00 Uhr
November - März
Mo - Fr: 10.00 Uhr - 16.30 Uhr

Der Shop ist von Weihnachten bis Hl. Drei Könige nicht geöffnet. Bitte melden Sie sich als Gruppe mit 8 und mehr Personen rechtzeitig an.

Erfahrungen und Tipps

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Benutzer unbekannt
06.12.2019
Im Sommer 2018 besuchten wir die Edradour Distillery in Pitlochry. Wir standen mit unserem Wohnmobil auf dem "Milton Caravan Park", der unmittelbar am Loch Tummel liegt.
Die Distillery liegt auf dem Berg oberhalb der Ortschaft. Während einer Besichtigung gibt es zuerst eine Einweisung über die Edradour Distillerie und die Entstehung des Whiskys. Dabei werden zwei Sorten verkostet. Ein wunderschönes Glas (mit Gravur) darf mitgenommen werden. Danach wird man durch die kleine, beschauliche Anlage geführt. In einem kleinen Gebäude kann man den Gährbottich (auch hineinsehen und riechen) sowie die beiden Brennblasen bewundern. Alles zum Anfassen. In einem gläsernen Kasten enden die Rohre aus den Blasen und der Whisky wird in Karaffen aufgefangen. Alles sieht noch wirklich nach viel Handarbeit aus. Auch das Fasslager wird besichtigt. Weil das Ganze in kleinen Gruppen (ich glaube wir waren ca. 10 Personen) erfolgt, können jederzeit Fragen gestellt werden. Zum Schluss darf natürlich auch Whisky gekauft werden.
Die Besichtigung kostete 10.- Pfund. Bedenkt man, dass es dafür auch noch zwei, nicht zu knappe, Proben und das Glas gibt, ist das mehr als günstig.
Das gesamte Personal, Empfang, Führung, Verkauf, war ausgesprochen freundlich witzig.
Bei unserem nächsten Schottlandurlaub werden wir sicher wieder einen Stopp in Pitlochry machen und der Distillerie einen erneuten Besuch abstatten.
Gegenüber der Zufahrt zur Distillerie befindet sich ein großer Parkplatz. Wir sind sicherheitshalber mit unseren Fahrrädern den Berg hochgefahren.
Die Gegend um Pitlochry bietet auch so noch interessantes.
Das Blair Castle liegt nicht weit entfernt und ist sehr sehenswert. (Es wird aber auch ein entsprechender Eintritt verlangt.) Ebenso der Queen´s View am Loch Tummel. Folgt man der Strasse ca. 30 Meilen bis zum Ende, hat man die Rannoch Station im Rannoch Moor erreicht.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Schönemann
Schottland Liebhaber