Tobermory

Tobermory ist die einzige Brennerei auf der schottischen Insel Mull. Sie befindet sich mitten in der Hauptstadt von Mull, die ebenfalls Tobermory heißt. Die Brennerei gilt als eine der ältesten aktiven Schottlands.

Video
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Informationen über die Brennerei
553 Flaschen
Schottland, Inseln
-6.069760 56.620768
Geöffnet
Distell International Limited
2 x 18.000 l
Hoch
2 x 16.000 l
Normal
4 x 23.000 l
5 t
1798
1.000.000 l
https://tobermorydistillery.com/
Durchschnittliche Geschmacksbewertungen Geschmacksbewertungen
Berechnet aus 2,576 Beschreibungen
i
Aroma
Rauch:
Süße:
Früchte:
Maritime Noten:
Gewürze:
Seetang:
Zitrus:
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Vanille:
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Eiche:
Beeren:
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Heide:
Lagerfeuer:
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Trauben:
Schokolade:
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Dattel:
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Pfeffer:
Apfel:
Getrocknete Früchte:
Birne:
Orange:
Alkohol:
Gerste:
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Ingwer:
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Heu:
Gras:
Öl:
Minze:
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Weizen:
Chili:
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Grüner Apfel:
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Banane:
Erdbeere:
Tropische Früchte:
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Brombeere:
Anis:
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Roggen:
Geschmack
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Rote Johannisbeere:
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Abgang
Rauch:
Gewürze:
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Maritime Noten:
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Pfeffer:
Malz:
Herb:
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Chili:
Vanille:
Sherry:
Nüsse:
Salz:
Heide:
Schokolade:
Beeren:
Dunkle Schokolade:
Öl:
Karamell:
Kaffee:
Ingwer:
Lagerfeuer:
Alkohol:
Minze:
Zimt:
Honig:
Medizinischer Rauch:
Leder:
Zitrone:
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Trauben:
Getrocknete Früchte:
Mandeln:
Schinken:
Anis:
Orange:
Apfel:
Kirsche:
Tropische Früchte:
Haselnüsse:
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Gerste:
Grapefruit:
Gras:
Pflaume:
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Brombeere:
Pfirsich:
Kuchen:
Zitronenschale:
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Erdbeere:
Heu:
Weizen:
Banane:
Grüner Apfel:
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Rote Johannisbeere:
Beschreibung der Brennerei

Der Whisky

Zwei unterschiedliche Whiskylinien entstehen in Tobermory: zum einen der Tobermory Whisky mit nur einem Hauch von Rauchigkeit und zum anderen der Ledaig aus getorftem Malz. Für den Tobermory wird die ungetorfte Malzsorte 'optic Concerto' mit weniger als 2ppm Phenolgehalt verwendet, während der Ledaig aus der getorften 'optic Concerto'-Gerste mit 30-40ppm Phenolgehalt hergestellt wird. Eine sehr kräftig getorfte Version wurde in der Vergangenheit auch in geringer Auflage unter dem Label Iona angeboten.

Die Standardabfüllungen der beiden Labels sind der 12 Jahre alte Tobermory und der 10-jährige Ledaig, doch von beiden sind auch ältere Single Malts als Originalabfüllungen erhältlich, wie ein Tobermory 21 Jahre oder ein Ledaig 18 Jahre.

Der Tobermory 12 Jahre ist ein intensiv-aromatischer Single Malt mit fruchtig-floralem Charakter, Gewürznoten wie Ingwer und Anis, leicht nussigen Aromen und einem mittellangen Nachklang. Er wird nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert.

Beim Ledaig 10 Jahre verbindet sich Torfrauch mit malzigen Aromen, Zitrusfrüchten, Pfeffer und maritimen Noten zu einem Single Malt, der vom Charakter her an einen Islay Malt erinnert. Auch er wird nicht kühlgefiltert oder gefärbt.

Neben diesen Originalabfüllungen des Unternehmens Burn Stewart Distillers, das seit 2013 zur südafrikanischen Distell Gruppe gehört, sind zahlreiche Tobermorys und Ledaigs von unabhängigen Abfüllern auf dem Markt.

Der Gin

Dem seit 2019 produzierten Tobermory Gin wird bereits vor der Mazeration ein Spritzer Whisky-Rohbrand hinzugefügt, um ihm den einzigartigen leicht malzigen Charakter zu verleihen. Er enthält handverlesene Botanicals wie Wacholder, Tee, Heidekraut, Holunderblüten und süße Orangenschalen. Die Kräuter werden mindestens 24 Stunden lang in der Basisspirituose mit 65% Alkoholgehalt eingeweicht.

Der erste Gin von Tobermory in limitierter Auflage ist der Mountain Gin. Er enthält Vogelbeeren, Tee und wildes Heidekraut, das die Insel Mull in den Sommermonaten schön lila färbt. Auch beim Mountain Gin, der von der bergigen Landschaft von Mull inspiriert wurde, ist wie bei allen Tobermory Gins der Whisky-Rohbrand enthalten.

Ein weiteres Mitglied der Tobermory Gin-Reihe ist der Hebridean Coast Gin, bei dem die malerischen und wilden Küstenlinien der Isle of Mull Pate standen. Botanicals wie Liebstöckel, Zuckertang (eine essbare Braunalgenart), Lavendel und Meerfenchel geben dem Gin einen süßen, aber auch salzigen Geschmack.

Die Inspiration durch die Isle of Mull findet sich auch im Flaschendesign wieder. Während beim ersten Hebridean Gin die bunten Häuser der Insel auf der Innenseite des Etiketts zu sehen sind, findet man beim Mountain Gin eine bergige, durch das blühende Heidekraut lila gefärbte Landschaft und beim Coast Gin entsprechend eine Küstenlandschaft.

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Die Produktion

Seit die neuen südafrikanischen Eigentümer die Brennerei übernommen haben, ist die jährliche Produktion auf 850.000 Liter Alkohol angesetzt, die sich zu gleichen Teilen auf Tobermory und Ledaig verteilt. Ganz ausgelastet wäre die Brennerei damit noch nicht: Die Kapazität beträgt rund 1 Million Liter. 

Der Wechsel zwischen den beiden Rezepten ist dabei gar nicht so einfach, da die Behältnisse zunächst gründlich gesäubert werden müssen. Bei der Umstellung der Produktion von rauchigem Ledaig auf nicht-rauchigen Tobermory gestaltet sich dies besonders schwierig und es bedarf einer Reinigungszeit von zwei Wochen.

Das Maischen

Tobermory hat eine eigene Wasserquelle namens 'Gearr Abhainn'. Der Tobermory River führt das Wasser an der Brennerei vorbei und seine Kraft diente in der Vergangenheit auch zur Energiegewinnung. Das Wasser ist mit torfigen Phenolen durchsetzt, die dem Tobermory einen leicht rauchigen Charakter verleihen, obwohl das für den Tobermory Whisky verwendete Malz nicht getorft wird. Gemälzt wird hier aber schon lange nicht mehr selbst.

Tobermory benutzte lange Zeit noch einen alten gusseisernen Maischebehälter, der eine Kapazität von 5 Tonnen hatte. Dieser wurde jedoch ersetzt durch eine neue umweltfreundliche Semi Lauter Mash Tun aus rostfreiem Stahl und mit Energierückgewinnung des Wassers. Zum Austausch wurde extra eine Mauer in der Brennerei eingerissen.

Gemaischt wird in drei Vorgängen, wobei der letzte recycelt wird, um das Maximum an Zucker zu erhalten. Die Mash Tun wird mit 9,5 Tonnen Gerstenschrot befüllt, was ca. 33.000 Liter Mash ergibt, das im Anschluss weiter zur Fermentation geht.

Das Fermentieren

Die vier hölzernen Washbacks aus Douglasien Holz haben ein Fassungsvermögen von je 50.000 Litern, werden aber nur mit einer Ladung Mash von jeweils 33.000 Litern befüllt, bevor die Hefe zugegeben wird.

Die Brennerei hat mit 56 bis über 100 Stunden eine relativ lange Fermentationsdauer, was zu einem fruchtigen Geschmack führt. Dabei ist die Vorgehensweise für beide Whisky Sorten gleich, der Unterschied liegt nur im Rauchgehalt.

Die Destillation

In der Tobermory Brennerei sind zwei Paar Brennblasen in Betrieb. Eines der Paare wurde erst 2014 erneuert. Die beiden Wash Stills werden mit je 16.500 Litern befüllt, die Spirit Stills mit je 16.700 Litern. Die Größe der Stills ist in etwa gleich und auch die Form ist ähnlich, dennoch ist jede Brennblase leicht verschieden. Eher unüblich ist, dass die Spirit Still mit mehr Alkohol befüllt wird. Dies liegt an der Brenngeschwindigkeit bei Tobermory, die in der Spirit Still bedeutend langsamer ist. Der Alkohol kann sich dadurch besser ausbreiten, steigt im Lyne Arm bis zum Kondensator hoch und das Kondensat kann zurück in den Kupferkessel fließen.

Die Lagerhäuser

Tobermory hat kaum Lagerkapazitäten, da das gegenüberliegende Lagerhaus einst verkauft und in Wohnungen umgebaut wurde. Deshalb lagern die Fässer der Brennerei in der Schwesterbrennerei Deanston bei Doune. Vor Ort gibt es ein kleines Lagerhaus, in dem Platz für die Lagerung von geringeren Mengen Fässern für Special Editions oder limitierte Abfüllungen ist.

 

Die Geschichte

Mit dem Gründungsjahr 1798 kann die Tobermory Brennerei auf eine der längsten Brenntraditionen Schottlands zurückblicken. John Sinclair nannte seine Destillerie damals Ledaig, was aus dem Gälischen kommt und 'Sicherer Hafen' bedeutet. In der kleinen Hafenstadt, die Sinclair sich damals als Standort ausgesucht hatte, war in einer ruhigen Bucht ein kleiner Fischereihafen entstanden – ein sicherer Hafen eben!

Im Laufe ihrer Geschichte ging es mit der Brennerei auf und ab. Stilllegungen und Wiedereröffnungen wechselten sich ab und sie ging durch viele Hände. Die letzte sehr lange Produktionspause erfolgte zwischen 1930 und 1972. Nach gründlicher Renovierung ging damals die neugegründete Ledaig Distillery Ltd. an den Start und heizte die Stills ein – doch bereits drei Jahre später ging sie bankrott. Diesmal war die Produktionspause aber nur kurz und 1979 setzte die vom Käufer Kirkleavington Property gegründete Tobermory Distillers Ltd. das Brennen fort. Allerdings wiederum nur für drei Jahre.  

Als Burn Stewart Distillers Tobermory 1993 erwarben, die auch Bunnahabhain und Deanston ihr Eigen nannten, schien sich eine dauerhaftere Führung anzubahnen. Die Übernahme von Burn Stewart im Jahr 2002 durch CL Financial für eine Summe von 50 Millionen Pfund bewies aber, dass nichts so konstant ist wie der Wechsel. 

Erfolgreiche Jahre folgten und als Burn Stewart Distillers 2013 erneut weitergereicht wurden (diesmal an die südafrikanische Distell Group Ltd.) war der Marktwert bereits auf £ 160 Millionen gestiegen.

Nach einer weiteren 24-monatigen Pause wurde Tobermory im März 2019 erneut wiedereröffnet. Zur Feier dieser Wiedereröffnung wurde ein neuer 12-jähriger Single Malt von Tobermory veröffentlicht.

Das Besucherzentrum

Tobermory verfügt über ein Besucherzentrum und kann besichtigt werden. Die Whisky und Gin Experiences können online über die Homepage der Brennerei gebucht werden.

Besucherinformationen

Brennereiadresse:

Tobermory Distillery
Ledaig, Tobermory
Isle of Mull
PA75 6NR
Tel. +44 168 8302647
Email: info.tobermory@remove-this.distellinternational.com 

Erfahrungen und Tipps

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vardopou
26.04.2024
Wir waren über Ostern auf der Halbinsel Morvern, Drimnin Estate und waren dann natürlich auch in Tobermory, dass wir von unserem Haus übers Meer aus sehen konnten, wofür wir aber um hinzukommen 11 Meilen bis zur Fähre nach Lochaline und von dort rüber nach Fishnish, dann das Ganze wieder hoch bis Tobermory fahren mussten, also ca. 1,5 h. Fahrtzeit. Die Destillerie liegt dort im Hafen, schön alt und recht klein. Es war meine 1. Führung überhaupt, ich hatte aber die von Bernd Lüning dort angesehn und somit eine ungefähre Vorstellung von der Destillerie. Die Führung dauerte 1 Stunde und war recht ausführlich, in die Washbacks konnten wir leider nicht schaun und auch nicht in die Stills, die waren grade in Betrieb. Wir haben bei der einfachen Tour den 12 Jährigen Tobermory und den 10 Jährigen Ledaig probiert. Es ist eine schöne traditionelle Destillerie mit einem gut gelaunten Team. Im Shop haben wir dann den Ledaig Sinclair Series mitgenommen, mit dem wir viel Freude hatten. Cheers