Preise und Verfügbarkeit

Guter Whisky muss lange reifen. Und die Nachfrage ist groß. Deshalb gibt es leider manchmal Probleme beim Nachschub. Entsprechende wirkt sich dies auf die Preise aus.

Whisky-Preise und -Alter

Wird Whisky teurer?

Diese interessante Frage kann mit einem eindeutigen ‚jein‘ beantwortet werden!

Die Standardabfüllungen der schottischen Malt Whisky Brennereien sind im Preis über die Jahrzehnte sehr stabil geblieben. Betrachtet man die Inflation, so hat sich der Preis sogar reduziert. Unabhängige Abfüllungen und seltene Flaschen der Brennereien legen im Preis jedoch zu.

Man muss also die einzelne Flasche betrachten, um hierzu eine Aussage machen zu können. Die Frage ist auch: Muss Whisky teurer werden? Immerhin haben sich einzelne Faktoren in der Whiskyherstellung vom Getreide bis zur Lagerung verändert. Der Getreideertrag ist konstanter. Es kann mehr Alkohol aus dem Ausgangsprodukt herausgeholt werden. Das Herstellungsverfahren hat sich von viel Handarbeit zu zum Teil volltechnisierten Abläufen weiterentwickelt. Die Energiekosten steigen ohne Zweifel! Dafür ist das Fassmanagement zuverlässiger geworden. Man erfährt keine bösen Überraschungen am Ende einer jahrelangen Lagerzeit. Es werden größere Mengen an den Endverbraucher transportiert, somit profitieren wir alle vom Skaleneffekt.

Also alles in allem: Kaum Preissteigerung – zumindest bei den Standardabfüllungen!

Aber, die Ansprüche des Konsumenten sind höher geworden und damit die Nachfrage nach höherwertigen Whiskys! Und da die Nachfrage den Preis bestimmt, werden seltene Whiskys und Flaschen von Unabhängigen Abfüllern durchaus teurer.

Der beste Whisky?

Mit schöner Regelmäßigkeit werden wir nach dem besten erhältlichen Whisky gefragt.

Was antwortet man auf diese Frage? Macallan 25 Jahre oder Johnnie Walker Blue Label? Warum nicht Chivas Royal Salute 21 Jahre oder Bowmore 30 Jahre? Soll man lieber älter oder teurer empfehlen? 

Die Beantwortung der Frage nach dem besten Whisky hängt von so vielen Randbedingungen ab, dass man ohne mehrere Rückfragen beim Kunden keine vernünftige Lösung findet. Qualität, Bekanntheit der Brennerei und Alter eines Single Malt Whiskys sind die wichtigsten Einflussgrößen auf den Preis eines Whiskys. Für die Kaufentscheidung spielt der Anlass und das Budget eine zentrale Rolle. Soll ein Kenner, ein Sammler oder ein Neuling beschenkt werden?

In zwei Grafiken, in denen Flaschen mit Altersangaben und Flaschen aus bestimmten Jahrgängen ins Verhältnis zum Preis gesetzt werden, versuchen wir Ihnen ein Bild über ‚den besten‘ Whisky zu geben.

Whiskys mit Altersangabe

Betrachten wir die Grafik: Die roten Punkte geben die 60 meistverkauften Single Malt Whisky Flaschen mit 0,7 Liter Inhalt und 40 bis 46% Alkoholgehalt wieder (Stand 2021). Die gelbe Linie verbindet die preiswertesten Flaschen einer Altersstufe; die blaue die Maximalpreise. Überraschend zeigt sich kein extremer (überproportionaler) Anstieg mit zunehmendem Alter, wie man es sonst von Luxuswaren her gewöhnt ist. Im Altersbereich von 12 bis 22 Jahren (gelbe Linie) nimmt der Preis pro Jahr Reifezeit um etwa 6,12 EUR zu. Das gilt auch für die teuersten Vertreter der jeweiligen Altersstufe (blaue Linie). Nur im Altersbereich von 10 bis 12 Jahren zeigt sich ein horizontaler Verlauf. Es macht keinen Sinn, einen jüngeren Malt Whisky mit dem Gefühl zu kaufen, man könnte Geld sparen. Die Grundkosten für eine Flasche Single Malt sind konstant, egal ob er nun 10 oder 12 Jahre alt ist.

Betrachtet man die graue Durchschnittskurve so fällt auf, dass die durchschnittlich verkauften 12-jährigen Malts preiswerter als die 10-jährigen sind. Das hat einmal mit besonderen Flaschen wie den stark verkauften Ardbeg TEN und Edradour 10 zu tun. Aber es liegt auch an dem größeren Angebot an 12-jährigen Malts, was zu einem verstärkten Preiswettbewerb in diesem Alter führt und die Preise der 12-Jährigen unter Druck setzt.

Eine Feinheit ist bei der grauen Durchschnittskurve noch zu sehen. Halten sich Kunden beim Kauf von 15-jährigen Flaschen preislich noch zurück, so sind sie durchaus bereit, bei 18-jährigen Flaschen überproportional tief in die Tasche zu greifen. Doch bei 21 Jahre alten Malts kehrt sich dieser Trend wieder um. Hier wird wieder etwas preisbewusster eingekauft, bevor man sich bei 24 Jahre alten Flaschen zu deutlich höheren Ausgaben entscheidet.

Whiskys ohne Altersangabe - Vintage

Oft werden Malt Whiskys wie Wein nach Jahrgängen abgefüllt. Diese ‘Jahrgangs-Whiskys‘ werden auch als ‘Vintage-Whiskys‘ bezeichnet. Auf dem Etikett steht also keine Altersangabe, sondern der Jahrgang. Gut zu sehen ist dies bei den Abfüllungen der Highland Brennerei Balblair. Lange Zeit hatte sie nur Vintage-Abfüllungen ohne Altersangabe im Repertoire, doch 2019 stellten sie ihre Kernpalette auf Altersangaben um.

Lösen Sie sich bei der Bewertung eines Whiskys vom Alter als die alleinige Größe!

Bei alten Whiskys ist der überproportionale Preisanstieg mit älterem Jahrgang wie bei allen seltenen Luxusgütern deutlich zu erkennen. Interessant ist der Sprung um 1960. Gibt es von diesen Jahrgängen noch einige Tausend Flaschen weltweit, so sind ältere Jahrgänge richtig selten geworden. Aus der Zeit des zweiten Weltkrieges gibt es bereits gar nichts mehr.

Die Frage nach dem besten Whisky lässt sich abschließend nicht beantworten. Die beiden Diagramme helfen Ihnen aber zu bewerten, ob ein Whisky zur teuren oder preiswerten Gruppe an schottischen Malts gehört. Hohe Preise bedeuten nicht immer bessere Qualität.Ordnen Sie Ihre Lieblings-Whiskys ins Diagramm ein. Sie werden überrascht sein, wie verstreut sie liegen.

Whisky-Nachschub

Gerade während Zeiten, in denen die Nachfrage sehr hoch ist, wie etwa vor Weihnachten, haben unsere Lager große Lücken und wir müssen auf Nachschub warten. Dementsprechend wird bei uns im Shop-System die Flasche gekennzeichnet mit 'unsicherer Nachschub', 'kein Nachschub' oder 'bald wieder da'. Wir versuchen die Angaben so präzise wie möglich zu machen.

In dem Video aus dem Jahr 2013 erklärt Horst Lüning, warum der Whiskynachschub nicht so einfach kommuniziert werden kann!

Woran liegt es, wenn wir eine Flasche nicht liefern können?

Typischerweise versuchen die Großhändler den deutschen Markt für das kommende Jahr zu bestimmen. Doch auch die Rechnung von Großhändlern geht oft nicht auf und sie bekommen weniger Bestand als einkalkuliert. In manch anderen Ländern ist Whisky hingegen weniger gefragt und der Absatzmarkt daher kleiner. Die Großhändler in diesen Ländern merken dann, dass sie zu großzügig kalkuliert haben und wollen wieder etwas von ihrem Bestand abgeben. Die Flaschen werden also umgelenkt und landen verspätet nun doch auf dem deutschen Markt.

Die Großhändler in den Whiskyländern gestalten Ihre Verträge mit den jeweiligen Abnehmerländern ein Jahr im Voraus. Da kann man sich vorstellen, dass die Kalkulation nicht leicht ist. Die deutschen Großhändler tun sicher ihr Bestes, um all Ihre Kunden – sowie auch Whisky.de – gut zu beliefern, doch manchmal passt Nachfrage und Angebot nicht überein. Wir können dann einen Artikel plötzlich nicht mehr liefern! Andererseits bleiben auch Mengen in Märkten übrig, die daraufhin neu verteilt werden können. Wir haben Ware wieder im Angebot, die bereits ausverkauft schien!

Sonderflaschen

Komplizierter wird es mit Sonderflaschen oder sehr limitierten Abfüllungen. Von so mancher Sonderflasche bekommt der deutsche Markt gerade mal 100 Flaschen! Ein Beispiel sind Flaschen der Brennerei Port Ellen, die 1983 geschlossen wurde und über Jahre noch vereinzelt Flaschen herausbrachte.

Wir verkaufen Sonderflaschen auf unterschiedliche Art und Weise:

  • Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
  • Stammkunden werden bevorzugt
  • Nur Club-Kunden
  • Nur eine Flasche pro Kunde
  • Versteigerung

Nach Möglichkeit geben wir bereits einen Hinweis bei der Artikelbeschreibung bekannt. Jedoch zeigt unsere Erfahrung, dass es schwer ist, es allen recht zu machen.

In dem Video aus dem Jahr 2013 erklärt Horst Lüning, was es mit den Sonderflaschen auf dem Whiskymarkt auf sich hat! Wer bekommt bei Whisky.de eine Sonderflasche?

Fazit:

Der Nachschub ist manchmal schwer zu kalkulieren, besonders bei exquisiten Flaschen. Und die gerechte Verteilung an unsere Kunden ist jedes Mal eine Herausforderung. Bleibt zu sagen, dass wir an Lösungen arbeiten und uns weiterentwickeln!

Unser Whisky Sortiment

Aberlour Abfüllung aus 2017 18 Jahre
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Aberlour Small Batch 15 Jahre
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Antiquary 15 Jahre
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Ardbeg Spectacular
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Ardbeg Vintage_Y2K 23 Jahre
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Ardbeg Wee Beastie - The Ultimate - Warehouse Edition 5 Jahre
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0,7/ l · inkl.  19% MwSt. · exkl.  Versand
Ardlair Refill Oloroso Sherry Butt Cask Strength Collection 12J-2011/2023
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0,7/ l · inkl.  19% MwSt. · exkl.  Versand
Arran Signature Series Edition 2 - Barrel Bonfire 11J-/2024
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0,7/ l · inkl.  19% MwSt. · exkl.  Versand
Aultmore PX/Oloroso + Amarone Cask Benchmark 15J-2008/2024
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Ballechin Heavily Peated 20J-2004/2024
Ballechin Heavily Peated 20J-2004/2024
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Big Peat The Thropaigeach Edition
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Bivrost Alfheim Single Malt Whisky
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