Amerikanischer Whiskey
Die Whiskeys, die wir Ihnen hier vorstellen, sind etwas Besonderes und sollten pur oder höchstens mit einem Spritzer stillen Wassers genossen werden.
Wenn man über amerikanischen Whiskey spricht, kommt man an Bourbon nicht vorbei. Bourbon, der vor allem in Kentucky hergestellt wird, ist weltweit berühmt für seinen unverwechselbaren Geschmack, geprägt von süßen Vanille- und Karamellnoten, die durch die Lagerung in neuen, ausgekohlten amerikanischen Eichenfässern aus Weißeiche entstehen.
Auf dem nordamerikanischen Kontinent existieren zwei bedeutende Whiskey-Regionen: Die Gegend am Sankt-Lorenz-Strom in Kanada sowie die US-Staaten Kentucky und Tennessee. Neben Bourbon gibt es hier noch viele andere Whiskey-Sorten, die nach strengen gesetzlichen Vorgaben hergestellt werden.
In diesem Artikel erfahren Sie, was die verschiedenen Whiskey-Sorten ausmacht.
Bourbon
Die wohl bekannteste amerikanische Whiskey-Sorte ist der Bourbon, der nach dem Bourbon County in Kentucky benannt ist. Dieses County bekam seinen Namen zu Ehren der französischen Königsfamilie, da Ludwig der XVI den Amerikanern während der Unabhängigkeitskriege gegen England half. Laut Gesetz muss Bourbon Whiskey zu mindestens 51% aus Mais hergestellt sein, was ihm seinen typisch süßlichen Geschmack gibt. Die restlichen verwendeten Getreidesorten sind Roggen, der sehr würzig ist, milder Weizen und Gerste, die für den Fermentationsprozess unbedingt notwendig ist. Gebrannt wird amerikanischer Whiskey hauptsächlich in Column Stills. Nach amerikanischem Gesetz muss Bourbon in frischen, ausgebrannten Eichenfässern reifen.
Der Alkoholgehalt von Bourbon darf beim Brennen 80% nicht übersteigen und zu Beginn der Reife nicht mehr als 62,5% betragen. Abgefüllt wird Bourbon mit mindestens 40%, da Brände mit niedrigerem Alkoholgehalt nicht als Whisky beziehungsweise Whiskey deklariert werden dürfen. Theoretisch kann Bourbon aus den gesamten USA kommen, jedoch finden sich die meisten Bourbon-Brennereien im US-Staat Kentucky.
Die Herstellung von Bourbon ist im sogenannten Bourbon Act von 1964 geregelt. Noch strengere Regeln gelten für den Straight Bourbon und für den Kentucky Straight Bourbon der Brennereien im Bundesstaat Kentucky.
Zutaten in einem Bourbon
Die Zutaten für Bourbon bestehen aus einer sogenannten Getreidemischung – der Mash Bill –, die mindestens 51 % Mais enthalten muss. Der verbleibende Anteil setzt sich aus Roggen, Weizen und gemälzter Gerste zusammen. In der Regel liegt der Maisanteil jedoch deutlich höher und bewegt sich meist zwischen 60 % und 80 % Vol.
Verschiedene Bourbon Sorten
Straight Bourbon
Der Begriff „Straight Bourbon” ist gesetzlich definiert und gilt als besonderes Qualitätmerkmal. Ein Bourbon darf sich „Straight” nennen, wenn er mindestens zwei Jahre in neuen, ausgebrannten Eichenfässern gereift ist und keine Zusatzstoffe wie Farb- oder Aromastoffe enthält. Wird der Whiskey weniger als vier Jahre gelagert, muss das Alter auf dem Etikett angegeben werden. Viele Hersteller lassen ihren Straight Bourbon jedoch deutlich länger reifen, um komplexere Aromen zu entwickeln. Nach der Fasslagerung darf er nicht verschnitten werden. Ein Straight Bourbon kommt üblicherweise aus einer einzelnen Brennerei.
Typisch für Straight Bourbon sind ausgeprägte Vanille-, Karamell- und Eichennoten, die durch die Reifung im frischen Holz entstehen. Wer also echten Bourbon-Genuss ohne Zusätze erleben möchte, greift am besten zu einem Straight Bourbon.
Kentucky Straight Bourbon
Wie es bereits im Namen des Whiskeys heißt, kommt dieser Straight Bourbon aus Kentucky und muss mindestens ein Jahr dort gereift sein. Ein hervorragender Vertreter dieser Sorte ist der Woodford Reserve.
Bourbon Bottled in Bond
Ein Bourbon darf die Qualitätsbezeichnung Bottled in Bond tragen, wenn er während einer einzigen Herstellungssaison in einer einzigen Destillerie produziert wird, mindestens vier Jahre unter Zollverschluss in einem Lagerhaus reift und mit einem Alkoholgehalt von mindestens 100 Proof
entspricht 50 %) abgefüllt wird.
Cask Strength
Cask Strength Bourbon ist eine besondere Variante des Whiskeys, die in ihrer pursten Form abgefüllt wird. Der Begriff „Cask Strength“ bedeutet, dass der Bourbon direkt aus dem Fass kommt, ohne vorher mit Wasser verdünnt zu werden, um den Alkoholgehalt anzupassen. Dies macht ihn besonders kraftvoll und intensiv, sowohl im Geschmack als auch im Alkoholgehalt, der oft zwischen 50 % und 65 % Vol. liegt. Höherprozentige Bourbons bieten oft ein intensiveres und konzentrierteres Geschmackserlebnis. Es empfiehlt sich aber die Beigabe von ein paar Tropfen Wasser, um den Alkohol abzumildern und die Aromen zu öffnen. Und Sie als Genießer entscheiden, wieviel Wasser Sie dazugeben und erhalten somit Ihren ganz eigenen Bourbon!
Single Barrel - Wenn Sie das Besondere suchen!
Bourbon Single Barrel ist eine spezielle Kategorie des Whiskeys, bei der jede Flasche aus einem einzigen Fass stammt, anstatt wie bei den meisten Bourbons aus einer Mischung verschiedener Fässer. Diese Abfüllmethode hebt die individuellen Eigenschaften eines einzelnen Fasses hervor und macht jede Charge einzigartig. Denn jedes Fass reift unterschiedlich, selbst wenn es im gleichen Lagerhaus unter ähnlichen Bedingungen gelagert wird. Faktoren wie die Holzstruktur des Fasses, die Position im Lagerhaus und die Dauer der Reifung beeinflussen den Geschmack. Die Brennereien wählen die Fässer sorgfältig aus, oft von besonders erfahrenen Master Distillers, die die Fässer nach ihrer Qualität und ihrem Geschmack beurteilen.
Unterschiede zu anderen Whiskys
Bourbon ist eng mit den Vereinigten Staaten verbunden und wird hauptsächlich in Kentucky produziert, auch wenn er rechtlich überall in den USA hergestellt werden kann. Somit unterscheidet sich Bourbon von anderen Whiskys durch seine amerikanischen Wurzeln, die Maisbasis, die Verwendung neuer Eichenfässer und seinen süßen, weichen Geschmack. Darüber hinaus sind die gesetzlichen Vorgaben, die die Produktion von Bourbon regeln andere als beispielsweise die Vorgaben zur Herstellung von schottischem Whisky.
Der Geschmack von Bourbon
Typisch für Bourbon ist eine angenehme Süße, die von seinem hohen Maisanteil stammt. Diese Grundnote wird durch eine Vielzahl weiterer Aromen ergänzt, die je nach Rezeptur, Alter und Fassreifung variieren können.
Zu den charakteristischen Geschmacksnoten von Bourbon gehören oft Vanille, Karamell und Toffee, die durch die Reifung in ausgekohlten Eichenfässern entstehen. Beim Auskohlen werden die inneren Schichten des Holzfasses verbrannt, wodurch sich natürliche Zucker aus dem Holz lösen, die während der Reifung in den Whiskey übergehen.
Darüber hinaus können Bourbon-Whiskeys fruchtige Noten aufweisen. Je nach Mashbill – also dem Verhältnis von Mais, Roggen, Weizen und Gerste – kommen zusätzliche Aromen ins Spiel. Ein höherer Roggenanteil führt beispielsweise zu würzigeren, pfeffrigen Noten, während ein hoher Weizenanteil einen weicheren, milderen Geschmack erzeugt.
Auch der Alkoholgehalt beeinflusst den Geschmack. Ein niedriger Alkoholgehalt macht Bourbon milder, ein hoher Alkoholgehalt macht Bourbon intensiver. Dasselbe gilt für die Reifezeit: Jüngere Bourbons sind oft lebendiger und süßer, während ältere Bourbons durch die längere Interaktion mit dem Holz komplexere und intensivere Aromen entwickeln.
Wie man Bourbon genießt
Wichtig ist, dass der Genuss im Mittelpunkt steht! Und somit gibt es kein „richtig“ oder „falsch“, wenn es darum geht, Bourbon zu genießen. Probieren Sie verschiedene Methoden aus, bis Sie die finden, die Ihnen am meisten zusagt. Ob pur, mit Wasser, auf Eis oder gemischt.
Zum Mixen stellen wir Ihnen hier Klassiker wie Old Fashioned und Whiskey Sour vor.
Die Herstellung von Bourbon
Diesem komplexen Thema haben wir eine eigene Seite gewidmet.
Eine Auswahl von Bourbon Whiskeys
Tennessee Whiskey
Tennessee Whiskey unterliegt zunächst denselben Anforderungen wie Bourbon Whiskey. Er wird ähnlich wie Bourbon hergestellt. Roggen, Mais und Getreide werden destilliert und reifen in ausgekohlten Fässern aus neuer Weißeiche. Der Getreideanteil (Mash Bill) von Tennessee Whiskey muss mindestens 51% Mais enthalten, was auch bei Bourbon der Fall ist. Der entscheidende Unterschied ist folgender: Vor der Abfüllung wird die Spirituose durch Ahornholzkohle gefiltert (Holzkohlenmellowing), was sie weich und geschmeidig macht, da die Holzkohle der Flüssigkeit scharfe Stoffe entzieht. Mellow bedeutet ‚weich‘ und man spricht auch vom Charcoal Mellowing.
Die Regeln des Bourbon Act von 1964 gelten auch für Tennessee Whiskey. Seit 2013 gibt es zusätzlich gesetzliche Regelungen, die neben der Herstellung im US-Bundesstaat Tennessee auch den sogenannten Lincoln County Process vorschreiben, der die genannte Filtration des Rohbrandes durch eine mehrere Meter hohe Holzkohleschicht vorsieht. Die Kohle muss aus dem in den USA weit verbreiteten Zuckerahorn (Sugar Maple) hergestellt werden.
Dazu kommt das Sour Mash Verfahren. Hierbei werden Rückstände des Brennvorganges (Stillage) gesammelt und vor der Gärung erneut zur Maische gegeben. Dies kommt dem Geschmack des Whiskeys zugute, aber auch dem Produktionsablauf: Durch Hinzufügen der Stillage verändert sich der pH-Wert der Maische. Das Gemisch wird saurer, sodass die Hefe optimal arbeiten kann. Mittlerweile wird dieses Verfahren von fast allen Brennereien in Amerika angewendet. Somit sind in der Regel auch die meisten Bourbons mit diesem Verfahren hergestellt.
Jeder Tennessee Whiskey ist also auch ein Bourbon, aber nicht jeder Bourbon auch ein Tennessee Whiskey!
Eine Auswahl von Tennessee Whiskeys
Rye Whiskey
Rye Whiskey ist ein amerikanischer Whiskey, dessen Maische mindestens zu 51 % aus Roggen (engl. “rye”) besteht. Er zeichnet sich durch seine würzige, pfeffrige Note und ein trockenes, manchmal leicht fruchtiges Mundgefühl aus. Seine Ursprünge gehen zurück ins 18. Jahrhundert. Roggen war in den nordamerikanischen Kolonien leicht verfügbar und widerstandsfähig gegen Frost. Erste Destillerien setzten deshalb auf Roggenmaischen.
Anfang des 20. Jahrhunderts war Maryland das Herz der Rye-Whiskey-Produktion: 1910 arbeiteten dort rund 44 Brennereien, davon allein 21 in Baltimore. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs stellte ein Großteil dieser Destillen auf Ethanol-Herstellung um – eine Entwicklung, die Kentucky den Spitzenplatz unter den US-Rye-Produzenten sicherte.
Bis zur Prohibition in den Jahren 1920 bis 1933 war Rye Whiskey die vorherrschende Whiskey-Sorte in den USA. Während dieser Zeit ging der Umsatz von Rye zurück und der Geschmack änderte sich zugunsten weicherer Whiskys – mild and mellow -, die aus Europa in die USA gelangten.
Ab den 2000er-Jahren erlebte der Rye Whiskey eine Renaissance, als es ihm gelang, eine neue, jüngere Käuferschicht anzusprechen. Dazu haben Craft-Destillerien und Premium-Marken wie Sazerac beigetragen.
Ein eigener Song
Dem Rye Whiskey wurde im Jahr 1936 sogar ein eigener Folk-Song gewidmet. Der Text beschreibt einen in die Zeit gekommenen Rye-Trinker und damit auch das Schicksal des Rye Whiskeys.
…. Wenn ich keinen Rye Whiskey bekomme, werde ich sterben….
Jack o' Diamond, Jack o' Diamond and I know you of old
You've robbed my poor pockets of silver and gold
It's a whiskey, you villain, you've been my downfall
You've kicked me, you've cuffed me, but I love you for all
And it's a whiskey, rye whiskey
Whiskey I cry
If I don't get rye whiskey, well, I think I will die …
Text von Tex Ritter
Was ist der Unterschied zwischen Bourbon und Rye?
Im Bourbon Whiskey müssen mindestens 51 % Mais enthalten sein, im Rye sind mindestens 51 % Roggen vorgeschrieben. Der Rest ist eine Mischung aus unterschiedlichen Getreidesorten (z.B. Weizen, Hafer, Gerste, Mais). Bourbon ist insgesamt süßlich, wohingegen Rye würzig ist.
Herstellung von American Rye Whiskey
Es sind die großen Bourbon-Produzenten aus den Südstaaten Kentucky und Tennessee wie Jim Beam, Jack Daniel’s und Wild Turkey, die auch Roggen in ihren Destillerien brennen.
- Maischen und Fermentation: Es werden mindestens 51% Roggen verwendet. Der Rest sind andere Getreide. Hefe und Wasser wandeln die Stärke in Alkohol um.
- Destillation: Auf Column Stills wird auf maximal 80 % Vol. destilliert.
- Reifung: Die Lagerung erfolgt in neuen ausgekohlten Weißeichenfässern für mindestens zwei Jahre. Bei der Befüllung darf der Alkoholgehalt nicht über 62,5 Vol. % liegen. Bei der Flaschenabfüllung nicht unter 40 Vol. %.
Der Geschmack von Rye Whiskey
Ein Rye schmeckt vorrangig würzig. Das liegt am intensiven, würzigen Getreide. Außerdem zeichnen ihn pfeffrige Noten, Fruchtigkeit und Vanilletöne aus.
So genießen Sie Ihren Rye Whiskey
Sie können ihn pur oder on the rocks genießen. Neue Popularität gewann Rye Whiskey als Zutat für Cocktails. Cocktail-Klassiker sind Manhattan, Old Fashioned oder Sazerac. Und probieren Sie ihn gerne mal zur dunklen Schokolade, zum Hartkäse oder als Begleiter beim BBQ.
Eine Auswahl von Rye Whiskeys
American Single Malt
American Single Malt Whisky ist seit dem 19. Januar 2025 eine offiziell geschützte Kategorie nach den Richtlinien des U.S. Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau (TTB). Er muss zu 100 % aus gemälzter Gerste hergestellt, in einer einzigen Brennerei destilliert und in den USA gereift werden. Die Destillation darf maximal bis 80 % Vol. (160 Proof) erfolgen, die Abfüllung erfolgt mit mindestens 40 % Vol. Die Eichenfässer dürfen ein Fassungsvermögen von maximal 700 Litern haben. Zusätze - mit Ausnahme von Zuckerkulör - sind nicht erlaubt.
Unterschiede zu den anderen amerikanischen Whiskeys
Aufgepasst! Anstatt mindestens 51 Prozent Mais für den Bourbon oder 51 Prozent Roggen für den Rye müssen es 100 Prozent gemälzte Gerste sein, damit man von American Single Malt sprechen darf.
Herstellung von American Single Malt
- Maischen und Fermentation: Es wird ausschließlich gemälzte Gerste verwendet. Hefe und Wasser wandeln die Stärke in Alkohol um.
- Destillation: In einer einzigen Destillerie wird in Pot Stills auf maximal 80 % Vol. destilliert.
- Reifung: Die Lagerung erfolgt in neuen oder gebrauchten Eichenfässern mit einem maximalen Fassungsvermögen von 700 Litern.
Wie schmeckt American Single Malt?
Den Genießer erwartet ein breites Geschmacksprofil, das von Getreidenoten über Vanille und Karamell bis hin zu allen Fruchtnuancen reicht. Alles Geschmacksnoten, die man auch bei schottischen und irischen Single Malts findet! Ein großer Unterschied in der Geschmacksbildung und -ausprägung ist sicherlich auf das oft warme Klima in den USA zurückzuführen.
So genießen Sie einen American Single Malt
American Single Malt genießt man am besten pur in einem tulpenförmigen Glas bei ca. 18-20 °C. Ein bis zwei kleine Wassertropfen entfalten zusätzliche Frucht- und Gewürznoten. In unserer Degustationsanleitung zeigen wir Ihnen wie man professionell verkostet.
Eine Auswahl von American Single Malt Whiskeys
Corn Whiskey
Womöglich ist der Corn Whiskey sogar die ursprünglichste Variante des amerikanischen Whiskeys. Das englische Wort ‚corn‘ heißt übersetzt ‚Mais‘!
Er ähnelt durchaus dem Bourbon und Tennessee Whiskey unterliegt jedoch nicht dessen Bestimmungen. Der Maisanteil muss bei mindestens 80 Prozent liegen und sein Geschmack ist neutral. Wodurch er sich gut zur Blend-Produktion eignet, in die er zum größten Teil auch fließt. Eine Fasslagerung ist nicht vorgeschrieben, oder wenn im Fass gelagert wird, muss dieses Fass ein gebrauchtes sein, oder ein neues Fass muss vorher ausgebrannt werden.
Light Whiskey
Nachdem sich in den 1960er Jahren der Geschmack der US-Genießer veränderte und importiere Whiskys und auch Gin und Wodka an Bedeutung gewannen, ermöglichte die Regierung 1968 eine weitere Art von Whiskey, bei dem über 80 Prozent Alkohol gebrannt werden durfte und die Fässer nicht mehr den strengen Richtlinien unterlagen.
Maple Whiskey
Eine geschmackliche Besonderheit! Der sogenannte Maple Whiskey, auf Deutsch Ahorn Whiskey, vereint zwei für die amerikanische Kultur sehr auszeichnende Dinge: Whiskey und Ahornsirup. Denn auch in der Herstellung von Ahornsirup werden oft Fässer zur Reifung verwendet, genauer gesagt Bourbonfässer. Manche besonders hochwertige Ahornsirupe werden in Bourbonfässern gelagert, und nehmen dadurch die typischen Bourbon-Geschmacksnoten auf. Bis zu drei Monate lagern die Sirupe in Bourbonfässern und erhalten sozusagen ein 'Finish'. Nachdem die Aromen der beiden Flüssigkeiten so gut miteinander harmonieren, kamen die Hersteller von amerikanischem Whiskey auch auf die Idee den Spieß umzudrehen und die Fässer aus der Ahornsirup-Lagerung wiederum mit Whiskey zu befüllen, um den Whiskey mit den Ahornsirup-Aromen zu ergänzen. So gibt es etwa Maple Whiskey mit Hudson Rye Whiskey aus der Tuthilltown Distillery, mit Bourbon aus der Taconic Distillery und mit dem Cask Proof Roundstone Rye aus der Catoctin Creek Brennerei.
Eine Auswahl anderer amerikanischer Whiskeys
Fazit
Amerikanischer Whiskey zeichnet sich durch klare gesetzliche Vorgaben und eine große stilistische Vielfalt aus. Im Mittelpunkt steht dabei Bourbon, der aus mindestens 51 % Mais bestehen muss und in neuen, ausgekohlten Eichenfässern reift. Dies verleiht ihm seine charakteristische Süße und Vanillenoten. Weitere prägende Stilrichtungen sind Rye Whiskey mit würzig-pfeffrigen Aromen, die durch einen hohen Roggenanteil entstehen, sowie Tennessee Whiskey, der zusätzlich durch Holzkohle gefiltert wird. Daneben gibt es weitere Kategorien wie American Single Malt, Wheat oder Corn Whiskey, die jeweils eigene Geschmacksprofile bieten. Insgesamt bietet amerikanischer Whiskey ein breites Spektrum von kräftig-würzig bis samtig-süß und ist damit für Einsteiger, Kenner und Mixologen gleichermaßen ein lohnendes Genussfeld.






























































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