Borders Distillery offiziell eröffnet

Die Brennerei im Süden Schottlands empfängt jetzt auch Besucher

In Hawick hat heute die neue Borders Distillery erstmalig ihre Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Bereits seit dem 6. März wird hier produziert, nun bietet die Brennerei auch Besichtigungstouren an

„Die erste legale Whiskybrennerei in der Region seit 1837“ – mit diesem Hinweis wirbt die Borders Distillery stolz auf der Webseite und in den sozialen Medien. Hier in der Gegend hat nicht die Herstellung von Whisky Tradition, sondern von Kaschmir und Tweed, doch das soll sich nun ändern. Die vier Väter der Brennerei, Tim Carton, John Fordyce, Tony Roberts und George Tait gründeten die Three Stills Company und beschafften mit der Hilfe von privaten Investoren 10 Millionen Pfund für ihr Brennereiprojekt. Im Juli 2016 wurden die Pläne für den Bau der Borders Distillery offiziell genehmigt.

Die historische Architektur erhalten

Beim Bau wurden bestehende historische Gebäude sorgfältig restauriert und in die Gesamtanlage integriert. Mauerwerk, Holz- und Stahlkomponenten wurden dabei soweit als möglich erhalten und das ehemalige Gebäude der Hawick Urban Electric Company aus dem Jahr 1903 verleiht der neuen Brennerei ein beeindruckendes historisches Flair. Auf Tradition setzt die Three Stills Company auch hinsichtlich des Brenn-Equipments: Neu von Forsyths aus Rothes gefertigt, wird eine klassische Carter Head Still für die Produktion des William Kerr Gin verwendet. Den Alkohol für den künftigen Borders Distillery Whisky erzeugen zwei Wash Stills und zwei Spirit Stills. Bis zu zwei Millionen Liter Alkohol kann die jährliche Produktionsmenge betragen. Bereits jetzt vertreibt die Three Stills Company zwei Whiskymarken: Clan Fraser ist ein Blended Scotch Whisky, Lower East Side ein Blended Malt.

Den Whisky zurück in die Borders bringen

Die vier Gründer der Borders Distillery blicken bereits auf Erfahrung im Whiskygeschäft zurück: Alle vier waren als Kollegen in leitenden Positionen beim Unternehmen William Grant & Sons (u.a. Glenfiddich und Balvenie) tätig. Warum sie sich für eine Brennerei in den Borders entschieden haben, erklärt CEO Tim Carton laut The Spirits Business ganz einfach: „Wir haben eine große Gelegenheit gesehen, die Industrie wieder aufzubauen und die Borders, zumindest was es den Scotch Whisky betrifft, wieder zurück auf die Landkarte zu bringen. Die Welt braucht wirklich keinen weiteren Highland Malt mehr und auf den Inseln laufen gerade zahlreiche Projekte, aber hier gab es nichts.“

Bild: The Borders Distillery